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Google setzt Huawei-Geschäfte aus

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Android-Updates gesperrt - Google setzt Huawei-Geschäfte aus

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Vor dem Hintergrund des Handelskonflikts mit China hat die US-Regierung einen Technologienotstand ausgerufen - auch um Huawai zu treffen. Nun beugt sich ein Marktführer dem Dekret.

Google reagierte auf die Vorgaben der US-Regierung. Archivbild
Google reagierte auf die Vorgaben der US-Regierung. Archivbild
Quelle: Christoph Dernbach/dpa

Die Google-Mutter Alphabet hat laut Firmenkreisen Teile ihrer Geschäftsbeziehungen zum Netzwerkausrüster Huawei eingestellt, nachdem die US-Regierung den chinesischen Konzern auf eine Schwarze Liste gesetzt hat.

Betroffen sei der Transfer sowohl von Bauteilen als auch von Programmen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Agentur Reuters. Huawei, das auch Handys herstellt, wird demnach keine Updates für das Betriebssystem Android erhalten. Open-Source-Programme seien ausgenommen.

Trump rief nationalen Notstand in der Telekommunikation aus

Damit könnten Huawei-Geräte nicht mehr auf Google-Apps und -Dienste wie das E-Mail-Programm Gmail zugreifen. Huawei gab auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme zu der Google-Ankündigung ab.

US-Präsident Trump hatte am Mittwoch Unternehmen seines Landes per Dekret die Nutzung von Telekommunikationstechnik untersagt, die als Risiko für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten eingestuft wird. Dazu rief er einen nationalen Notstand in der Telekommunikation aus. Huawei gilt als Hauptziel dieser Maßnahme. Das Unternehmen kritisierte die "unangemessenen Beschränkungen". Das Handelsministerium in Peking warnte vor einer Verschlechterung der bilateralen Handelsbeziehungen.

Huawei ist einer der weltweit größten Telekommunikations- und Netzwerkausrüster. Die Technik des Konzerns spielt auch beim Aufbau von 5G-Mobilfunknetzen eine wichtige Rolle, die wiederum einer Reihe von Schlüsseltechnologien wie vernetzten Fabriken oder autonomen Fahrzeugen den Weg bereiten sollen.

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