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Frontex: Weniger unerlaubte Grenzübertritte

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EU-Außengrenze - Frontex: Weniger unerlaubte Grenzübertritte

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Die Zahl der unerlaubten Einreisen in die EU ist 2019 gesunken. Die Grenzschutzagentur Frontex geht bis Jahresende von rund 120.000 aus - zehn Prozent weniger als im Vorjahr.

Bundespolizist mit Frontex-Armbinde.
Frontex meldet weniger unerlaubte Grenzübertritte, der Migrationsdruck bleibe aber gewaltig.
Quelle: Christian Charisius/dpa/Archivbild

Die Zahl der irregulären Grenzübertritte an den EU-Außengrenzen ist nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex 2019 deutlich zurückgegangen. Bis Jahresende dürften rund 120.000 illegale Einreisen gezählt werden, sagte Frontex-Direktor Fabrice Leggeri der "Welt". Im Vergleich zum Vorjahr sei das ein Rückgang um rund zehn Prozent. Im Rekordjahr 2015 hatte Frontex 1,2 Millionen solcher Einreisen registriert.

Migrationsdruck nach Europa "bleibt gewaltig"

"Die Zahlen sind aktuell zwar geringer, der Migrationsdruck nach Europa bleibt aber gewaltig", sagte Leggeri. Zudem gebe es immer noch Probleme bei den Rückführungen, bei denen Frontex helfen wolle.

Außerdem würden weiterhin nicht alle Asylbewerber bei der Einreise registriert. "Viele nutzen dann die Chance und ziehen weiter in ihr Wunschland", sagte Leggeri. Nach den Dublin-Regeln ist normalerweise jenes Land für einen Asylbewerber zuständig, in dem dieser zuerst europäischen Boden betreten hat.

Zahl der Afghanen gestiegen

Für die steigenden Zahlen Schutzsuchender, die aus der Türkei in die EU kommen, sieht Leggeri mehrere Gründe. "Die Türkei setzt mittlerweile ihre Wohnortzuweisung konsequent durch - viele Migranten wollen sich das aber nicht vorschreiben lassen und machen sich jetzt auf nach Westen", sagte er. Zudem sei die Zahl der Afghanen deutlich angestiegen. "Dabei handelt es sich nicht nur um Personen, die aus ihrer Heimat fliehen. Wir bemerken auch viele, die im Iran gearbeitet haben, jetzt in der Wirtschaftskrise ihren Arbeitsplatz verloren haben und nun über die Türkei nach Europa wollen."

Frontex soll in dem kommenden Jahren mehr Personal bekommen. Derzeit ist der Aufbau einer Reserve von 10.000 Einsatzkräften bis 2027 geplant.

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