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Angriff auf Hauptstadt Tripolis - Bereits mehr als 20 Tote in Libyen

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Libyens mächtiger General Haftar will das ölreiche Land unter seine Kontrolle bringen. Doch seine Kontrahenten leisten Widerstand. Der Konflikt wird zunehmend blutig.

Soldaten der libyschen nationalen Armee auf dem Weg nach Tripolis.
Soldaten der libyschen nationalen Armee auf dem Weg nach Tripolis.
Quelle: reuters

Seit Beginn der Offensive des abtrünnigen libyschen Generals Chalifa Haftar auf die Hauptstadt Tripolis sind nach Angaben der Regierung mindestens 21 Menschen getötet worden. Ob auch Zivilisten unter den Opfern sind, blieb offen.

Haftar und seine Truppen rücken seit Donnerstag auf die libysche Hauptstadt vor, in der die international anerkannte Einheitsregierung von Ministerpräsident Fajes al-Sarradsch ihren Sitz hat. Die Regierungstruppen starteten unterdessen eine Gegenoffensive.

UN ruft zur Waffenruhe auf

Die Kämpfe um Tripolis waren nach einer nächtlichen Pause am Morgen wieder aufgeflammt. Einwohner von Tripolis richteten sich auf einen längeren Kampf um die Stadt ein. An Tankstellen und Supermärkten bildeten sich Schlangen. "Wir müssen jetzt alles horten, was man braucht", sagte eine Frau in einem Supermarkt in der Hauptstadt. "Man weiß ja nie, was geschieht."

Die Vertretung der Vereinten Nationen in Libyen rief für Sonntagnachmittag zu einer zweistündigen Waffenruhe in den Kampfgebieten südlich der Stadt auf. Nur so könnten Rettungskräfte und der Rote Halbmond Verletzte und Zivilisten in Sicherheit bringen. Wegen der unsicheren Lage zog das US-Militär nach eigenen Angaben eine ungenannte Zahl von Soldaten aus Libyen ab. Die Sorge vor einem erneuten Bürgerkrieg wächst.

Karte: Libyen
Quelle: ZDF
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