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Soldat soll rassistischen Angriff erfunden haben

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Berlin-Neukölln - Soldat soll rassistischen Angriff erfunden haben

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Im September sorgte die Meldung über den Angriff auf einen türkischstämmigen Bundeswehrsoldaten für Aufsehen. Jetzt stellt sich raus: Er soll sich den Vorfall ausgedacht haben.

Ein Bundeswehrsoldat
Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen einen Soldaten, der einen rassistischen Angriff gegen ihn erfunden haben soll
Quelle: DPA

Der Angriff auf einen türkischstämmigen Bundeswehrsoldaten im September in Berlin-Neukölln wird von der Generalstaatsanwaltschaft Berlin angezweifelt. Das Verfahren sei eingestellt worden - stattdessen werde nun gegen den 25-jährigen Obergefreiten ermittelt, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Der Fall hatte im September für großes Aufsehen gesorgt.

Jetzt die Wendung: Der Soldat steht dem Sprecher zufolge unter Verdacht, "die Straftaten wohl vorgetäuscht" zu haben. Das Motiv sei unklar. Demnach spreche vieles dafür: "Es wurden Zeugen vernommen, Videoaufnahmen ausgewertet und die Verletzungen untersucht", erklärte im Namen der Generalstaatsanwaltschaft.

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Der Bundeswehrsoldat hatte angegeben, im September an der Saalestraße von zwei Männern verfolgt und attackiert worden zu sein, als er dort in seiner Dienstuniform unterwegs war. Die Unbekannten sollten ihn getreten, geschlagen und beschimpft haben. Einer der Angreifer sollte gerufen haben, dass nur Deutsche eine Soldatenuniform tragen dürfen. An seinem Bein wurde eine Verletzung festgestellt, die der Soldat sich nach eigenen Angaben bei dem Angriff zugezogen haben soll.

Kramp-Karrenbauer verurteile Vorfall

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer verurteile damals den mutmaßlichen Vorfall. "Für den Dienst spielt es überhaupt keine Rolle, welchen Hintergrund unsere Frauen und Männer haben - Vielfalt ist unsere Stärke“, sagte die CDU-Politikerin der "Bild".

Der polizeiliche Staatsschutz hatte die Ermittlungen übernommen, weil zunächst von einem rassistischen Motiv ausgegangen worden war. Eine Spur zu den vermeintlichen Angreifern hatte sich jedoch nicht ergeben.

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