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Saudi-Arabien und Irak - Iran-Kurs: USA setzen auf 'ziemlich beste Freunde'

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Annäherungsprozess in einer sensiblen Region: Saudi-Arabien und Irak rücken nach Jahren der Spannungen enger zusammen. Die USA begleiten den Prozess und erhoffen sich davon, den Einfluss Irans in der Region zurückzudrängen. In Riad appellierte US-Außenminister Tillerson dabei auch an Europa.

Die Warnung vor einer iranischen Atombombe ist seit Jahren Anliegen des israelischen Premierministers Netanjahu, er begrüßt die Vorwürfe des amerikanischen Präsidenten Trump an Teheran. Europäische Länder appellieren, den „Atomdeal“ zu erhalten.

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Saudi-Arabien und der Irak haben nach vielen Jahren der Spannungen weitere Schritte für eine Stärkung der gemeinsamen Beziehungen gemacht. Im Beisein von US-Außenminister Rex Tillerson gründeten der saudi-arabische König Salman und der irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi einen Koordinierungsrat, durch den beide Länder künftig enger zusammenarbeiten sollen.

Tillerson: "Iranische Milizen müssen nach Hause gehen"

Die USA erhoffen sich durch die Annäherung auch eine Verminderung des iranischen Einflusses in der Region. "Wir sind dankbar für diesen Fortschritt und bitten Sie, diese für die Stabilität der Region wichtige Beziehung aufrechtzuerhalten", sagte Tillerson. Der Irak unterhält enge Beziehungen zu seinem schiitischen Nachbarn.

So kämpfen im Irak Milizen, die unter dem Einfluss Teherans stehen. Die USA wollen diese im Irak nicht mehr sehen und stellen eine eindeutige Forderung an Bagdad. "Sicherlich müssen iranische Milizen, die sich im Irak befinden, jetzt, da der Kampf gegen Daesh und ISIS zu Ende geht, nach Hause gehen", so Tillerson. Den Irakern müsse es gestattet sein, die Kontrolle über ihre Heimat selbst ausüben zu können.

Appell an Europa

Vor allem ein unabhängiger und blühender Irak sei ein gutes Gegenmittel gegen das "bösartige Verhalten" Teherans, sagte Tillerson. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem saudi-arabischen Außenminister Adel al-Dschubair sagte er weiter: "Wir glauben, dass dies in mancher Hinsicht den unproduktiven Einflüssen Irans im Irak entgegenwirken wird."

Teherans Ambitionen entgegenzuwirken sei aber nicht nur Aufgabe der unmittelbaren Nachbarn des Iran, sagte Tillerson. "Wir hoffen, dass europäische Unternehmen, Länder und andere in der Welt sich den USA anschließen, wenn wir ein Sanktionssystem schaffen, dass bestimmte Aktivitäten der (Elitetruppe) Revolutionsgarde verbietet, die Instabilität in der Region fördert und zu Zerstörung in der Region führt", erklärte Tillerson.

Der Iran gilt als Gegenspieler Saudi-Arabiens in der Region. Im Syrienkrieg unterstützt Saudi-Arabien Rebellengruppen, während Teheran einer der wichtigsten Verbündeten von Präsident Baschar al-Assad ist.

Teheran: "US-Regierung will nicht aus Fehlern lernen"

Der Iran kritisierte die US-Regierung, ein arabisches Bündnis gegen Teheran schmieden zu wollen. "Leider will die Regierung von US-Präsident Donald Trump aus ihren Fehlern nicht lernen und auch von ihrem Anti-Iran-Kurs der letzten Monate nicht abweichen", sagte Außenminister Mohamed Dschawad Sarif. Die Trump-Regierung wolle auch nicht begreifen, dass der Iran für die Region keine Gefahr sei, sondern mit dem Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für Frieden und Stabilität in der Region sorgen wolle.

Die Beziehungen zwischen dem Irak und Saudi-Arabien waren angespannt, seitdem die US-Armee saudischen Boden 1991 für den Angriff auf den Irak nutzte. Im vergangenen Jahr entsandte Saudi-Arabien jedoch zum ersten Mal seit rund 25 Jahren einen Botschafter nach Bagdad. Der saudische Außenminister Adel al-Dschubair reiste Ende Februar zu Gesprächen in den Irak. Am Mittwoch schließlich war erstmals seit 27 Jahren eine kommerzielle Passagiermaschine aus Riad in Bagdad gelandet.

Tillerson spricht mit saudischem König über Iran

König Salman sagte in Anspielung auf den innerirakischen Konflikt nach dem Unabhängigkeitsreferendum der Kurden, dass sein Land "Iraks Einheit und Stabilität" unterstütze. Für mehr Einfluss in Bagdad dürfte Riad bereit sein, dem Nachbarn beim Wiederaufbau nach den Kämpfen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat finanziell unter die Arme zu greifen. Premierminister Al-Abadi sagte, er sei "zufrieden" mit der Stärkung der Beziehungen.

Das US-Außenministerium berichtete zudem, dass Tillerson mit König Salman im persönlichen Gespräch darüber beriet, wie man dem Einfluss Irans entgegentreten könne. Die US-Regierung fährt gegenüber Teheran einen harten Kurs. Präsident Donald Trump hatte es vor einigen Tagen abgelehnt zu bescheinigen, dass sich Teheran an das internationale Atomabkommen mit dem Land hält. Damit droht im äußersten Fall ein Kollaps der Vereinbarung.

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