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Annexions-Vorhaben - Netanjahu-Plan stößt international auf Kritik

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Netanjahus Ankündigung, er wolle im Falle seiner Wiederwahl das Jordantal annektieren, stößt international auf heftige Kritik.

Premierminister von Israel Bejamin Netanjahu. Archivbild
Premierminister von Israel Bejamin Netanjahu. Archivbild
Quelle: ---/XinHua/dpa

Saudi-Arabien und Jordanien lehnen die von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu angekündigte Annektierung des besetzten Jordantals ab. Eine solche Maßnahme sei eine gefährliche Eskalation gegenüber dem palästinensischen Volk, teilte das Königshaus mit.

Auch der jordanische Außenminister Aiman Safadi warnte auf Twitter, ein solcher Schritt würde die Friedensbemühungen untergraben. Die Türkei nannte die Pläne "rassistisch". Auch die EU verurteilte Netanjahus Vorhaben im Falle seines Wahlsiegs.

UN-Sicherheitsrat forderte Siedlungsstopp

Karte: Jordantal
Quelle: ZDF

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuvor angekündigt, im Falle seiner Wiederwahl in der kommenden Woche werde Israel umgehend seine Souveränität auf das Gebiet an der Grenze zu Jordanien ausdehnen. Die Palästinenser beanspruchen das Westjordanland als Teil eines künftigen eigenen Staates.

Israel hatte 1967 während des Sechstagekrieges unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem besetzt. Dort leben heute mehr als 600.000 israelische Siedler in mehr als 200 Siedlungen. Die Palästinenser wollen auf dem Gebiet einen unabhängigen Staat gründen.

Der UN-Sicherheitsrat hatte Israel im Dezember 2016 zu einem vollständigen Siedlungsstopp in den besetzten Palästinensergebieten einschließlich Ost-Jerusalems aufgefordert.

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