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Sinai-Halbinsel - Anschlag auf Moschee: Mehr als 200 Tote

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Bei dem Anschlag auf eine Moschee in Ägypten sind nach jüngsten Angaben der Staatsmedien mehr als 200 Menschen getötet worden. Mehr als 130 weitere wurden demnach verletzt.

Bei einem Angriff auf eine Moschee auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind mehr als 200 Menschen getötet worden.

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Ein schwer bewaffnetes Überfallkommando attackierte das Gotteshaus in der Nähe der Provinzhauptstadt Al Arisch im Norden des Sinai, als sich die Gläubigen dort zum Freitagsgebet versammelt hatten. Nach Angaben der Behörden zündeten sie dabei zunächst eine Bombe und eröffneten dann das Feuer, als die Menschen aus dem Gebäude kamen.

Auf Bildern, die direkt nach dem Anschlag in den sozialen Netzwerken geteilt wurden, sind zahlreiche Körper zu sehen, die im Innern einer Moschee auf dem Boden liegen und teilweise mit Decken oder Kleidungsstücken abgedeckt sind. Der grüne Teppichboden der Moschee ist voller Blutflecken.

Immer wieder Anschläge

Sicherheitskräfte seien derzeit auf der Suche nach den Angreifern und würden sie in der Umgebung der Moschee verfolgen, hieß es aus Sicherheitskreisen. Der ägyptische Staat erklärte eine dreitägige Trauerzeit für die Opfer des Angriffs.

Karte: Die Stadt Al Arisch in Ägypten
Karte: Die Stadt Al Arisch in Ägypten Quelle: ZDF

Die Moschee befindet sich in der Stadt Bir al-Abd rund 40 Kilometer von der Sinai-Hauptstadt Al Arisch entfernt. Zahlreiche Opfer des Anschlags wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Auf dem Sinai kommt es seit dem Militärputsch im Jahr 2013 gegen den damaligen Präsidenten Mohammed Mursi von der Muslimbruderschaft immer wieder zu Anschlägen islamistischer Gruppierungen. Dabei starben Hunderte Polizisten und Soldaten. Die Extremisten schlossen sich 2014 der Terrormiliz IS an.

Zu großen Teilen militärisches Sperrgebiet

Präsident Abdel Fattah al-Sissi selbst sieht sich als Bollwerk gegen den islamischen Extremismus. Vor allem im Nordsinai wurden immer wieder Anschläge auf ägyptische Sicherheitskräfte verübt. Auch örtliche Volksgruppen, denen Kollaboration mit den Ägyptern vorgeworfen wird, wurden Ziele von Attentaten.

Militär und Polizei gehen in der Region massiv gegen mutmaßliche Terroristen vor. Bei Razzien kam es zuletzt häufiger zu tödlichen Schusswechseln. Die Region im Norden der Halbinsel ist zu großen Teilen militärisches Sperrgebiet.

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