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Afghanistan - Über 60 Tote bei Anschlag auf Moschee

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Während des Freitagsgebets kommt es in Ostafghanistan in der Provinz Nangarhar zu einer Explosion in einer Moschee. Über 60 Menschen sterben, dutzende weitere werden verletzt.

Männer helfen einem Verletzten in Jalalabad, Afghanistan, aufgenommen am 18.10.2019
Männer helfen einem Verletzten in Jalalabad, Afghanistan.
Quelle: Reuters

Bei einem Anschlag in einer Moschee in der ostafghanischen Provinz Nangarhar sind mindestens 62 Menschen getötet worden. Das sagte der Sprecher des Provinzgouverneurs, Attaullah Chogiani, am Freitag. Mindestens 60 Menschen wurden demnach verletzt.

Die abgefeuerte Granate sei während des Freitagsgebets durch das Dach in die Moschee im Distrikt Haska Mina eingeschlagen. Das Gotteshaus ist lokalen Behördenvertretern zufolge völlig zerstört. Rund 250 Menschen hätten sich in der Moschee befunden. Bisher bekannte sich niemand zu dem Anschlag. In der Provinz Nangarhar sind die islamistisch-militanten Taliban sowie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aktiv. 

Guterres verurteilt Anschlag

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Tat. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, ließ er über seinen Sprecher in New York mitteilen. Die Provinz Nangarhar verzeichnete laut UN-Angaben in den vergangenen Monaten nach Kabul stets die zweitmeisten zivilen Opfer in Afghanistan. Erst vor rund zehn Tagen wurden bei einem Anschlag in der Provinzhauptstadt Dschalalabad auf einen Bus mit Soldaten mindestens zehn Menschen getötet, darunter ein Kind.

Unama: Gewalt gegen Zivilisten nimmt zu

In Afghanistan hat die Gewalt gegen Zivilisten in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Die Vereinten Nationen sprachen erst am Donnerstag von einer "noch nie dagewesenen Dimension" in diesem Sommer. Die UN-Mission in Afghanistan (Unama) dokumentierte von Juli bis September dieses Jahres 1.174 Tote und 3.139 verletzte Zivilisten. Dies entspricht laut UNO einem Anstieg um 42 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die UNO macht vor allem "regierungsfeindliche Elemente" wie die radikalislamischen Taliban für Anschläge verantwortlich.

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