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Levallois-Perret bei Paris - Autoattacke auf Soldaten: Ermittlungen wegen Terror

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Die Anti-Terror-Abteilung der Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen im Fall der Autoattacke auf Soldaten bei Paris übernommen. Ein Unbekannter hatte am Morgen mit einem Auto patrouillierende Soldaten im Vorort Levallois-Perret gerammt. Sechs Menschen wurden verletzt.

Der Anschlag auf dem Champs-Élysées befeuert vor allem die Anti-Terror-Debatte und dürfte besonders der rechtspopulistischen Präsidentschaftskandidatin Le Pen in die Hände spielen. Der französische Wahlkampf endet heute um Mitternacht.

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Ermittelt werde unter anderem wegen terroristisch motivierter Mordversuche, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Bei der Autoattacke wurden sechs Soldaten verletzt. Der Fahrer konnte fliehen, nach ihm wird gefahndet.

Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly sprach von einer "feigen Tat". Der Angriff werde nicht die "Entschlossenheit der Soldaten" mindern, sich für die Sicherheit der Franzosen einzusetzen, erklärte die Ministerin. Parly sprach den verletzten Soldaten ihren Beistand aus. Demnach erlitten drei Soldaten "schwerere" Verletzungen. In Lebensgefahr schwebte niemand. Die Behörden hatten zuvor von zwei Schwerverletzten gesprochen.

Bürgermeister: "Abscheuliche Aggression"

Zuvor hatte der Bürgermeister von Levallois-Perret, Patrick Balkany, gesagt, dass es keinen Zweifel daran gebe, dass die Tat absichtlich begangen worden sei. Das Auto habe sich zuvor auf der Straße positioniert, sagte er dem Sender BFMTV. Der Fahrer habe augenscheinlich darauf gewartet, dass die Soldaten zu ihrem Fahrzeug gehen, und sei dann auf sie zugerast. "Das ist eine abscheuliche Aggression."

Die Soldaten gehörten der Anti-Terror-Mission "Sentinelle" (Wache oder Wachposten) an. Bei dem Inlandseinsatz patrouillieren Soldaten unter anderem vor Synagogen, Flughäfen, Bahnhöfen und Touristenattraktionen wie Museen oder dem Pariser Eiffelturm, um Anschläge zu verhindern. "Sentinelle" wurde nach den islamistischen Anschlägen auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" und einen jüdischen Supermarkt im Januar 2015 in Paris ins Leben gerufen.

Soldaten schon mehrfach Ziel von Anschlägen

Französische Sicherheitskräfte waren schon mehrfach Ziel von Anschlägen, im April wurde ein Polizist auf den Pariser Champs-Élysées erschossen. Zuletzt rammte im Juni ein Attentäter ein Polizeifahrzeug auf den Champs-Elysees. Dabei wurde niemand verletzt.

Am Wochenende war ein Mann mit einem Messer am Eiffelturm festgenommen worden, der in einer Vernehmung sagte, er habe einen Anschlag auf einen Soldaten geplant. Er wurde inzwischen in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen.

In Frankreich sind seit Anfang 2015 bei islamistischen Attacken 239 Menschen getötet worden. Seit den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 mit 130 Toten herrscht in dem Land der Ausnahmezustand.

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