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Atom-Konflikt - Nordkorea hält Anti-USA-Kungebung ab

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"Tod den amerikanischen Imperialisten": In der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang wird auf einer Protestkundgebung die "Zerstörung" der USA gefordert. Unterdessen heizt auch US-Präsident Donald Trump die Kriegsrhetorik weiter an.

Der nordkoreanische Außenminister konterte in seiner Rede bei der UN-Generaldebatte die harte Rhetorik von US-Präsident Trump mit ähnlich scharfen Tönen: Ein Raketenangriff Nordkoreas auf die USA sei unausweichlich geworden.

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Nordkorea hat eine Anti-USA-Kundgebung in Pjöngjang abgehalten. Ranghohe Regierungsmitglieder hielten dabei am Samstag Reden vor einer großen Menschenansammlung auf dem Kim-Il-Sung-Platz, der nach dem Großvater des derzeitigen Machthabers Kim Jong Un benannt ist. Das Publikum soll unter anderem Schilder mit der Aufschrift "Tod den amerikanischen Imperialisten" nach oben gehalten haben, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete. Bei den Menschen soll es sich um Arbeiter, Studenten und Regierungsvertreter gehandelt haben. Nach KCNA-Angaben riefen sie nach einer "totalen Zerstörung". Ob Machthaber Kim bei der Kundgebung anwesend war, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Der verbale Schlagabtausch zwischen ihm und US-Präsident Donald Trump spitzt sich derzeit immer weiter zu.

"Erbarmungslose Schritte"

Trump bezeichnete derweil Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un erneut als "Raketenmann" bezeichnet. "Ich habe gerade den Außenminister von Nordkorea bei der UN sprechen hören. Wenn er die Gedanken des kleinen Raketenmannes wiederholt, werden sie nicht mehr lange hier sein!", schrieb Trump am Samstagabend (Ortszeit) im Kurznachrichtendienst Twitter. Er hatte Kim bereits am Dienstag bei seiner Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen als "Raketenmann auf einer selbstmörderischen Mission" bezeichnet.

Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho hatte in seiner Rede bei der UN-Generaldebatte am Samstag in New York gesagt, der Besuch nordkoreanischer Raketen "im gesamten US-Festland" sei "unvermeidlich geworden". Sein Land werde "erbarmungslose, präventive Schritte" ergreifen, wenn die USA versuchten, das Hauptquartier in Pjöngjang oder das Militär Nordkoreas zu "köpfen".

Erdbeben offenbar kein Bombentest

Am Samstag hatten Berichte über ein Erdbeben in Nordkorea für Aufsehen gesorgt, da zunächst ein möglicher neuer Atomwaffen-Test befürchtet wurde. Südkoreanische Experten erklärten jedoch, es habe sich wohl um ein "natürliches Beben" in der Nähe des Testgeländes und keinen Atomtest gehandelt.

Die norwegische Erdbebenwarte Norsar sagte ebenfalls, die bisher ausgewerteten seismischen Signale sprächen eher für ein Nachbeben oder Felseinsturz als Folge des jüngsten Tests vom 3. September.

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