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Israels Botschafter nimmt Heusgen in Schutz

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Antisemitismus-Vorwurf - Israels Botschafter nimmt Heusgen in Schutz

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Auf der Antisemitismus-Rangliste des Simon-Wiesenthal-Zentrums tauchen immer wieder prominente Namen auf. Jetzt hat es einen deutschen Top-Diplomaten getroffen.

Der israelische Botschafter Jeremy Issacharoff.
Der israelische Botschafter Jeremy Issacharoff.
Quelle: Michael Kappeler/dpa

Israels Botschafter in Berlin, Jeremy Issacharoff, hat den deutschen UN-Botschafter Christoph Heusgen gegen Antisemitismus-Vorwürfe in Schutz genommen. "Wir mögen manchmal Differenzen in politischen Fragen haben. Aber das heißt nicht, dass jemand antisemitisch ist", sagte Issacharoff.

Das Simon-Wiesenthal-Zentrum nennt Heusgen auf einer Liste der schlimmsten antisemitischen Entgleisungen des Jahres. Laut "Jerusalem Post" begründet das Zentrum dies auch mit dem Stimmverhalten Deutschlands bei den UN.

Laut "Jerusalem Post" begründet die Menschenrechtsorganisation mit Hauptsitz in Los Angeles die Entscheidung mit dem "anti-israelischen Stimmverhalten" Deutschlands bei den Vereinten Nationen und einem Auftritt Heusgens im UN-Sicherheitsrat am 26. März. Der deutsche Top-Diplomat habe dort die Raketenangriffe der Hamas auf Israel mit dem israelischen Siedlungsbau in den palästinensischen Gebieten verglichen.

Angesehener Diplomat

Heusgen ist einer der erfahrensten und angesehensten Diplomaten Deutschlands und hat die deutsche Außenpolitik zwölf Jahre lang als außenpolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel mitgeprägt. Issacharoff sagte, dass er Heusgen aus dieser Zeit persönlich kenne und mit ihm an Themen gearbeitet habe, die entscheidend für Israels Sicherheit seien.

Er betonte, dass die politischen Differenzen zwischen Deutschland und Israel nicht auf der persönlichen Ebene ausgetragen werden dürften. "Wir müssen die Themen weiter inhaltlich diskutieren", sagte er. Solche "wirklich völlig unangebrachten" Vorwürfe würden die Diskussion nur erschweren.

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