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Fans imitieren Affengeräusche - Nationalspieler Rüdiger rassistisch beleidigt

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Wegen rassistischer Beleidigungen gegen Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger wurde das Londoner Derby am Sonntag kurzzeitig unterbrochen. Nun soll ermittelt werden.

Antonio Rüdiger
Antonio Rüdiger wurde beim Spiel seines Clubs FC Chelsea gegen Tottenham Hotspur rassistisch beleidigt.
Quelle: imago/ PRiME Media Image

Der deutsche Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger ist bei einem Spiel der englischen Liga rassistisch beleidigt worden. Der Spieler des FC Chelsea beschwerte sich am Sonntag während des Spiels bei den Tottenham Hotspurs über rassistische Affengesänge von Fans des Heimteams. Die Beschwerde brachte er über den Chelsea-Kapitän César Azpilicueta bei Schiedsrichter Anthony Taylor vor.

Rüdiger "traurig" über die Vorfälle

Azpilicueta sagte: "Toni ist zu mir gekommen und hat mir gesagt, dass er rassistische Gesänge gehört habe. Ich habe das dann dem Schiedsrichter berichtet. Wir sind sehr beunruhigt." Schiedsrichter Taylor veranlasste daraufhin den FIFA-Vorgaben entsprechend drei Durchsagen des Stadionsprechers, dass "rassistisches Verhalten unter den Zuschauern das Spiel stört". Die Partie wurde nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt. Bei weiteren Vergehen hätte es sogar zu einem Spielabbruch kommen können.

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Auf Twitter äußerte Rüdiger nach dem Spiel die Erwartung, dass die Übeltäter "bald gefunden und bestraft" würden. Dies müsse in einem derart modernen Stadion wie dem von Tottenham mit seinen vielen Überwachungskameras möglich sein. Er sei "wirklich traurig" darüber, dass wieder Rassismus bei einem Fußballspiel zu beobachten sei. Der Innenverteidiger betonte jedoch zugleich, er wolle nicht den gesamten Tottenham-Club für den Vorfall verantwortlich machen. Er wisse, dass "nur ein paar Idioten" die Übeltäter seien.

Tottenham kündigt Untersuchung der Vorfälle an

Rüdiger hatte erst vor einem Monat eine strikte Reaktion auf Rassismus angekündigt. Dann sei er "der Erste, der rausgeht. Ich mache das! Ich habe keine Furcht vor den Konsequenzen", sagte er damals der "Bild am Sonntag". Dies seien Vorfälle, die nicht toleriert werden dürften. Er sei "ein Mensch wie jeder andere auch, nur mit ein paar Pigmenten mehr."

"Ich hasse Rassismus in der Gesellschaft, ich hasse Rassismus im Fußball."
Tottenham-Trainer José Mourinho

Tottenham teilte am Abend mit, dass man eine Untersuchung der Vorfälle eingeleitet habe. "Jede Form von Rassismus ist absolut inakzeptabel und wird in unserem Stadion nicht toleriert", hieß es in einer Stellungnahme auf der Vereins-Homepage. Der Club nehme die Vorkommnisse "extrem ernst", werde die strengstmöglichen Maßnahmen ergreifen und auch Stadionverbote aussprechen. Der neue Spurs-Trainer José Mourinho zeigte sich "enttäuscht" über die Vorfälle. "Ich hasse Rassismus in der Gesellschaft, ich hasse Rassismus im Fußball", so Mourinho.

Rassismus muss "mit aller Kraft angegangen werden"

Chelsea-Trainer Frank Lampard forderte scharfe Maßnahmen als Reaktion auf den Vorfall: "Es muss mit aller Kraft angegangen werden, egal in welchem Stadion." Er sagte jedoch auch, er und seine Mannschaft hätten einen Abbruch des Spiels nicht erwogen. Kapitän Azpilicueta sagte: "Alle müssen zusammen dafür sorgen, dass so etwas aufhört. Es ist nicht nur ein Problem im Fußball, sondern auch im Alltag." Die Vereinigung der englischen Profi-Fußballer (PFA) forderte indes die britische Regierung auf, das Problem Rassismus im Fußball zu untersuchen und Lösungen herbeizuführen.

Die rassistischen Gesänge hatten eingesetzt, nachdem der Tottenham-Spieler Heung-Min Son nach einem Zusammenstoß mit Rüdiger gegen diesen nachgetreten hatte und dafür vom Feld geschickt worden war. Das Londoner Derby endete 2:0 für Chelsea.

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