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Niederigste Quote seit 1990 - Arbeitslosigkeit sinkt auf Rekordtief

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So wenige Deutsche wie nie seit der Wiedervereinigung sind arbeitslos, so viele wie nie seitdem haben einen Job. Das Problem bleibt: die Langzeitarbeitslosigkeit.

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Mai auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. 2,3 Millionen Menschen waren ohne Job. Die Quote liegt bei 5,1 Prozent.

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Mit der Frühjahrsbelebung im Mai ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland auf rund 2,3 Millionen gesunken. Das ist der niedrigste Stand, seit West- und Ostdeutschland wieder ein Land bilden. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mit. Die geringste Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung hatte es bisher im November 2017 mit 2,368 Millionen Erwerbslosen gegeben.

Der Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt schwächte sich dabei im Vergleich zu den Wintermonaten etwas ab. Die BA sieht darin jedoch kein Warnsignal. Von einer Trendwende zum Schlechten könne laut BA-Chef Detlef Scheele keine Rede sein: "Wir sehen ausdrücklich nicht, dass sich etwas umkehrt."

300.000 seit mindestens vier Jahren ohne Job

Schwierig bleibt nach Scheeles Einschätzung das Thema Langzeitarbeitslosigkeit. Immerhin wurde auch hier die Zahl gesenkt: um 79.000 auf 831.000 im Mai. "Wir sind von der Millionengrenze doch signifikant und stabil entfernt. Das ist eine gute Entwicklung", bilanzierte der BA-Chef. "Dennoch bleibt die weitere Senkung der Langzeitarbeitslosigkeit eine wichtige und gleichzeitig ausgesprochen anspruchsvolle und schwierige Aufgabe." Ein Viertel der Langzeitarbeitslosen, das sind rund 300.000 Menschen, seien bereits mehr als vier Jahre ohne Arbeit - "und somit weit weg vom Arbeitsalltag".

Insgesamt waren im Mai 2,315 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 68.000 weniger als im April und 182.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen ging die Arbeitslosigkeit im Monatsvergleich um 11.000 zurück.

Die Quote der Unterbeschäftigung, die neben den offiziell Arbeitslosen auch Menschen umfasst, die gerade an einer Weiterbildung teilnehmen, lag im Mai bei 3,286 Millionen. Auch diese Zahl sank: saisonbereinigt im Vergleich zum Vormonat um 17.000. Bei der Bundesagentur waren im Mai zugleich rund 793.000 offene Stellen gemeldet - 78.000 mehr als vor einem Jahr.

Mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zuletzt im April bei 44,62 Millionen - ein Plus von 35.000 gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 592.000 Erwerbstätige mehr. Aus das ist der beste Wert seit der Wiedervereinigung.

Der Anstieg gehe allein auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück, hieß es. Diese hat nach Berechnungen der Bundesagentur vom März saisonbereinigt um 7.000 zugenommen. Damit hatten hochgerechnet 32,66 Millionen Menschen in Deutschland zuletzt einen regulären Job - 725.000 mehr als ein Jahr zuvor.

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