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Archäologie im Heiligen Land - 9.000 Jahre alte Steinmaske gefunden

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Sie wurde offenbar von einem Spaziergänger gefunden: Eine steinerne Maske aus der Jungsteinzeit begeistert Archäologen im Heiligen Land. Der Fund gibt aber auch Rätsel auf.

Eine 9000 Jahre alte Steinmaske wird präsentiert
Präsentation der 9000 Jahre alten Steinmaske
Quelle: dpa

Im Heiligen Land ist eine vermutlich 9.000 Jahre alte Steinmaske gefunden worden. Archäologen hätten das Artefakt aus der Jungsteinzeit untersucht, teilte die israelische Altertumsbehörde am Mittwoch mit. Die Behörde wollte auf Nachfrage keine Einzelheiten nennen, wie und wo genau die Maske gefunden wurde. Sie stamme aus der Nähe der Stadt Hebron im Westjordanland, hieß es in der Mitteilung.

Fast komplett fertiggestellt

"Die Maske ist ein einmaliges Fundstück in der archäologischen Welt", sagte Ronit Lupu von der Raubpräventions-Einheit. Die Maske besteht den Angaben zufolge aus rosa-gelbem Kalkstein und erinnert an ein menschliches Gesicht. Sie ist mit Steinwerkzeug bearbeitet und hat zwei größere Löcher als Augen sowie eine kleine Erhebung als Nase. Selbst Zähne um den Mund herum sind angedeutet. An den Rändern sind vier Löcher - vermutlich um die Maske beim Tragen zu befestigen, wie es in der Mitteilung hieß. Spannend sei vor allem, dass die Maske fast komplett fertiggestellt worden sei, sagte Lupu: "Der Stein ist schon völlig geglättet und die Gesichtszüge sind perfekt und symmetrisch, selbst die angedeuteten Wangenknochen."

Sie gehe davon aus, dass die Steinmaske wahrscheinlich für den Ahnenkult gedacht war, der zu jener Zeit häufig praktiziert worden sei. Derzeit sind nach Angaben der Altertumsbehörde weltweit 15 Masken bekannt, die aus der Jungsteinzeit stammen. Das Gebiet, aus dem die Maske stammt, steht unter israelischer Kontrolle. Die Zeitung "Haaretz" berichtete, ein israelischer Siedler habe die Maske während eines Spaziergangs gefunden.

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von André Madaus
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