Sie sind hier:

ARA San Juan - U-Boot: Keine Suche nach Überlebenden mehr

Datum:

Die argentinische Marine hat keine Hoffnung mehr, die Besatzung ihres verschollenen U-Boots noch lebend zu finden. Angehörige brachen in Tränen aus.

Die argentinische Marine hat die Besatzungsmitglieder des im Atlantik vermissten U-Boots für tot erklärt. Die Suche nach Überlebenden werde eingestellt.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Die argentinische Marine hat den Rettungseinsatz für die Besatzung der vermissten "ARA San Juan" eingestellt. Sie suche zwar weiter, es gebe aber keine Hoffnung mehr, dass die Besatzung noch lebe, sagte Marinesprecher Enrique Balbi. Es gehe jetzt nur noch um das Auffinden des U-Boots und nicht mehr um die Rettung der Crew, so Balbi.

Der Rettungseinsatz für das U-Boot habe bereits doppelt so lange gedauert wie zunächst angesetzt. Es seien 28 Schiffe aus 18 Ländern und rund 4.000 Einsatzkräfte an dem Rettungseinsatz beteiligt gewesen, so Balbi.

Eindringendes Wasser soll Kurzschluss verursacht haben

Angehörige der Besatzung brachen in Tränen aus, als die Entscheidung verkündet wurde. Zur "ARA San Juan" mit 43 Männern und der ersten U-Boot-Offizierin des Landes an Bord war vor 15 Tagen der Kontakt abgebrochen. Der Kapitän hatte zuvor laut Marine gemeldet, dass Wasser durch den Schnorchel in das Boot eingedrungen sei und einen Kurzschluss an einer der Batterien verursacht habe.

Er habe später über das Satellitentelefon jedoch mitgeteilt, dass das Problem behoben sei. Wenig später wurde in der Nähe der Stelle, wo sich die "ARA San Juan" zuletzt aufhielt, ein Explosionsgeräusch aufgezeichnet. Ein Sprecher der Marine teilte diese Woche mit, die Explosion könnte von einer "Konzentration von Wasserstoff" stammen, die von dem gemeldeten Batterieproblem stammte.

Die in Deutschland gebaute "ARA San Juan" war auf der Fahrt von Ushuaia an der Südspitze des Landes nach Mar del Plata verschwunden. Immer wieder gab es vermeintliche Hinweise auf den Verbleib des U-Boots - sie stellten sich jedoch alle als falsch heraus.

Angehörige: "Sie haben die letzte Hoffnung weggeworfen, die wir noch hatten."

Viele Angehörige, die sich am Marine-Stützpunkt in Mar del Plata versammelten, reagierten wütend auf die Beendigung des Rettungseinsatzes. "Ich verstehe diese Willkür und unberechtigte Entscheidung nicht", sagte Luis Tagliapietra, Vater eines 27 Jahre alten Besatzungsmitglieds, einem lokalen TV-Sender. "Sie haben die letzte Hoffnung weggeworfen, die wir noch hatten."

"Jeden Tag ein neuer Schlag. Ich bin zerstört." Sie werde dieses Bild im Kopf behalten, schrieb Jesica Gopar in einem Tweet neben ein Fotos ihres Mannes, der Teil der Besatzung war, und deren Sohn. "Er ist ein Held, der gemeinsam mit den anderen 43 Besatzungsmitgliedern anerkannt werden muss." Sie hoffe, er habe nicht gelitten.

Die Angehörigen sind seit Tagen in Aufruhr, sie werfen der Marine schwere Versäumnisse vor. Die Angehörigen hatten zuvor bereits die Suchaktion als zu langsam und den Zustand der "ARA San Juan" kritisiert. Der argentinische Präsident Mauricio Macri versprach, dass der Vorfall umfänglich untersucht werde.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.