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Maas warnt vor Krieg im Mittleren Osten

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Atomdeal mit Iran auf der Kippe - Maas warnt vor Krieg im Mittleren Osten

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Außenminister Maas hofft, dass der Iran am Atomdeal festhält - und warnt im Interview mit dem ZDF heute journal vor einer militärischen Eskalation im Mittleren Osten.

Im April war Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) in Washington, am Pfingstmontag in Teheran - auf beiden Reisen ging es um das Atomabkommen mit dem Iran. "Ehrlicherweise hätte ich mir an beiden Orten mehr Vernunft erwartet", sagte er nach seiner Rückkehr im ZDF-Interview (siehe Video). Dass die USA im vergangenen Sommer aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen seien, habe Deutschland "nie nachvollziehen können". Ohne das Abkommen "haben wir keine Gewähr, dass der Iran nicht doch nochmal in die Entwicklung einer Atombombe einsteigt. Das müssen wir unter allen Umständen verhindern."

USA kündigten Abkommen 2018 auf

Das Abkommen war 2015 nach zwölfjährigen Verhandlungen abgeschlossen worden. Neben Deutschland und dem Iran gehören Großbritannien, Frankreich, Russland und China zu den Unterzeichnern. Es sieht vor, dass der Iran auf die Entwicklung einer Atombombe verzichtet und dafür wirtschaftliche Vorteile erhält.

Die USA sind vor einem Jahr ausgestiegen und setzen den Iran seitdem wieder mit massiven Sanktionen unter Druck. Vor einem Monat stellte auch der Iran das Abkommen infrage und setzte den anderen Vertragspartnern eine Frist bis zum 7. Juli, um die wirtschaftlichen Verpflichtungen zu erfüllen.

"Ohne USA weniger wirtschaftliche Vorteile" 

"Man darf sich nichts vormachen: Ohne die USA, gegen die USA, wird man die wirtschaftlichen Vorteile, die sich der Iran versprochen hat, nicht mehr erreichen können", sagte Maas. Das habe er den Verantwortlichen gesagt. Doch die Iraner hätten auch ein politisches Interesse daran, mit Europa im Gespräch und im Geschäft zu bleiben.

Wenn der Iran hingegen aus dem Abkommen aussteige, "hätte er eines erreicht, nämlich sich international zu isolieren. Und das kann auch nicht deren Ziel sein."

Alle redeten davon, dass die Spannungen im Mittleren Osten zunähmen, dass die Gefahr eines Krieges bestehe. Und alle sagten, sie wollten keinen Krieg. "Dann muss man jetzt mal dafür sorgen, dass es nicht dazu kommt. Wenn diese Spannungen immer größer werden, dann können unvorhergesehene Ereignisse, ein Anschlag, der nicht zuordenbar ist, zu einem Automatismus führen, der in eine militärische Eskalation führt", betonte Maas. "Das ist unverantwortlich, dazu darf es nicht kommen."

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