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Altstadt von Jerusalem - Attentat am Tempelberg: Zwei Polizisten getötet

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Bei einem Attentat am Jerusalemer Tempelberg haben Angreifer zwei Polizisten getötet. Ein weiterer Beamter wurde verletzt. Auch die drei Attentäter wurden bei ihrer Flucht erschossen.

In Jerusalem sind bei Anschlägen drei palästinensische Attentäter und eine israelische Polizistin getötet worden. Sowohl die Terrormiliz IS als auch die Hamas reklamierten die Tat für sich.

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Die Attentäter hatten die Sicherheitskräfte am Freitagmorgen beschossen und mit einem Messer attackiert. Die Männer waren israelischen Medienberichten zufolge von innerhalb des Tempelbezirks gekommen und eröffneten das Feuer, als sie an einem der Tore den Polizisten begegneten. Die Angreifer seien in Richtung der Al-Aksa-Moschee auf dem
Tempelberg geflohen und wurden erschossen.

Altstadt abgeriegelt

Die gesamte Altstadt wurde nach dem Vorfall abgeriegelt. Zur Identität der Angreifer machte die Polizei zunächst keine Angaben. Laut Medienberichten wurden bei den Angreifern aber israelische Ausweise gefunden. Einer der Männer stamme demnach aus einem arabischen Dorf im Norden des Landes.

Israelische Medien verbreiteten ein Video vom Gelände vor der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg, in dem Schüsse zu hören waren. "Ich stand hier, und dann hörte ich die Schüsse", sagte der 60-jährige Wasserverkäufer Basem Badawi. "Ich dachte, es sei ein Feuerwerk. Aber dann sah ich die Polizei von überall her kommen."

Nach Angaben der Polizei wurden alle Zugänge zum Tempelberg gesperrt und die Freitagsgebete in der Al-Aksa-Moschee untersagt. Es war der erste derartige schwere Angriff mit Schusswaffen in Jerusalems Altstadt seit Jahren.

Hunderte Tote bei Gewaltserie

Die Altstadt befindet sich in Ost-Jerusalem, das von Israel während des Sechs-Tage-Kriegs 1967 besetzt und später annektiert wurde. Auf dem Tempelberg befindet sich auch die Al-Aksa-Moschee, die drittheiligste Stätte des Islam. In der Nähe steht die Klagemauer, die heiligste Stätte des Judentums. Immer wieder gibt es auf dem Tempelberg gewaltsame Zusammenstöße zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften. Der Status von Ost-Jerusalem zählt zu den zentralen Streitpunkten im Nahost-Konflikt.

Seit Oktober 2015 wurden bei einer Gewaltserie in Israel und den Palästinensergebieten mehr als 280 Palästinenser, 42 Israelis und sieben Ausländer getötet. Bei der Mehrzahl der getöteten Palästinenser handelte es sich um erwiesene oder mutmaßliche Attentäter, die zumeist Messer für ihre Angriffe verwendeten.

Zuletzt war Mitte Juni eine israelische Polizistin nahe der Altstadt von Jerusalem von einem Angreifer erstochen worden. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich, die palästinensische Hamas und israelische Sicherheitskreise zogen dies allerdings in Zweifel.

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