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Schwachstellen auf Prozessoren - Auch Apple-Geräte haben Sicherheitslücken

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Die von Forschern aufgezeigten Sicherheitslücken in Microchips treffen auch auf Geräte von Apple zu. Ein Update für den Apple-Internetbrowser soll die Schwachstellen nun schließen.

Archiv: Ein iphone 6, aufgenommen am 27.01.2016 in Deutschland

Quelle: reuters

Von den gravierenden Sicherheitslücken auf IT-Chips sind auch alle iPhones, iPads und Mac-Computer von Apple betroffen. Ein Software-Update für den eigenen Internet-Browser Safari solle diese Einfallstore für Hacker in Kürze schließen, teilte der US-Konzern mit. Es werde in den nächsten Tagen bereitgestellt. Das Update soll die Schwachstelle auf Mikroprozessoren von Intel, AMD und ARM beheben, mit der über Internet-Browser Anwenderprogramme ausgetrickst und sensible Daten wie Passwörter gestohlen werden könnten. Vor der zweiten Sicherheitslücke, die nur Intel-Chips betrifft, seien die Apple-Geräte dank der jüngsten Updates bereits geschützt. Die Apple Watch sei nicht davon betroffen.

Geräte zahlreicher Anbieter betroffen

Experten hatten zuvor zwei Schwachstellen auf Mikroprozessoren entdeckt, die in fast allen IT-Geräten verbaut sind. Die erste Sicherheitslücke namens "Meltdown" ("Kernschmelze") betrifft den Angaben zufolge nur Chips des Branchenführers Intel. Sie ermögliche es Hackern, die Barriere zwischen Anwender-Programmen und dem Datenspeicher eines Computers zu überwinden und so möglicherweise Passwörter auszulesen.

Die zweite Schwachstelle mit dem Namen "Spectre" ("Geist") betrifft demnach auch Mikroprozessoren von AMD und des Chip-Entwicklers ARM - und damit Laptops, PCs, Smartphones, Tablets und Server gleichermaßen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) riet Bürgern und Unternehmen zu einem zügigen Update ihrer Computer und Smartphones.

Lücken existieren schon seit zwei Jahrzehnten

Durch eine gravierende Sicherheitslücke in Computerchips von Milliarden Geräten vieler Anbieter können auf breiter Front vertrauliche Daten abgeschöpft werden. Forscher demonstrierten, dass es möglich ist, sich Zugang zum Beispiel zu Passwörtern, Krypto-Schlüsseln oder Informationen aus Programmen zu verschaffen.

Tech-Firmen sind dabei, die seit zwei Jahrzehnten bestehende Lücke so gut es geht mit Software-Aktualisierungen zu stopfen. Komplett kann man das Problem aber nur durch einen Austausch der Prozessoren beheben.

Intel-Chef verkauft Anteile

Wenige Wochen vor der Offenlegung ernster Sicherheitslücken bei Computerchips der Firma Intel hat Unternehmenschef Brian Krzanich Aktien und Optionen in Höhe von 39 Millionen Dollar verkauft. Die Veräußerung erfolgte Ende November, wie aus Dokumenten der US-Börsenaufsicht hervorging. Intel reagierte zunächst nicht auf Anfragen zu dem Verkauf.

Von der Marktanalyse- und Beratungsfirma GBH Insights wurde der Verkauf als üblicher Vorgang und Standardprozess bewertet. Der Chip-Hersteller Intel war nach eigener Aussage im Juni über Sicherheitslücken informiert worden und arbeitete seither an der Reparatur. Das Unternehmen wurde zur öffentlichen Bekanntgabe des Problems gezwungen, nachdem die britischen Technologie-Website The Register darüber berichtet hatte.

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