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Audi-Bilanz - Die Dieselkrise ist noch nicht überwunden

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Der Autobauer Audi will den Herausforderungen der Zukunft mit mehr Modellen aber weniger Motorvarianten begegnen. Auch ist eine engere Zusammenarbeit mit Porsche geplant.

Viele Modellwechsel, das erste Elektroauto und enorme Investitionen - Audi muss dieses Jahr viel Geld ausgeben. Die Früchte können erst ab nächstem Jahr geerntet werden. Immerhin soll der Diesel die Rechnung nicht mehr verderben, hofft Chef Stadler.

Beitragslänge:
4 min
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Es war wieder einmal ein schwieriger Auftritt für Audi-Vorstandschef Rupert Stadler bei der Bilanzpressekonferenz. Absatz, Umsatz und Gewinn sind nur leicht gestiegen und bei der  Rendite bleibt Audi weit hinter den Oberklasse-Konkurrenten BMW und Mercedes zurück. Wohl eine Auswirkung der schweren Vertrauenskrise durch die Manipulationen bei den Diesel-Motoren.

Rückruf von 850.000 Fahrzeugen

Audi-Chef Stadler mag viel lieber über neue Modelloffensiven reden, kommt aber um das Thema Dieselskandal nicht herum. Die Journalisten fragen hartnäckig nach. Stadler gibt zu, dass die Dieselkrise "enorme Kapazitäten und finanzielle Belastungen bindet". So müssen weltweit 850.000 Fahrzeuge zurückgerufen werden.

Auch juristisch ist die Krise für den Audi Vorstand noch lange nicht überwunden. Die Staatsanwaltschaft München kommt wegen des Dieselbetrugs auch näher an Audi-Chef Stadler heran. Erst Ende Februar hatten Ermittler die Privaträume von ehemaligen Audi-Vorständen durchsucht. Insgesamt werden 17 ehemalige Audi-Manager als Beschuldigte geführt. Und schon am Tag der letzten Bilanz-PK waren die Staatsanwälte zur Razzia in der Ingolstädter Firmenzentrale angerückt. Sie beschuldigen Audi, mindestens 210.000 Fahrzeuge mit manipulierter Abgassoftware in den USA und Europa verkauft zu haben.

Spekulationen um Vorstandsvorsitzenden Stadler

Bei der Konzernmutter VW hat man schon längst Konsequenzen gezogen. Der ehemalige Konzernchef Martin Winterkorn ist schon 2015 wegen der Dieselmanipulationen von seinem Posten zurückgetreten. Nur bei der VW-Tochter Audi hält sich der Vorstandsvorsitzende Stadler weiter im Amt. Er beharrt darauf, nichts von den Manipulationen gewusst zu haben. Zuletzt wurde vor vier Wochen über Stadlers Ablösung spekuliert. Aber es geschah nichts. Dem Vernehmen nach sollen die Eigentümerfamilien Porsche und Piech dem Audi-Chef das Vertrauen ausgesprochen haben. Stadler räumte heute ein, dass es immer mehr staatsanwaltliche Ermittlungen gegen Audi-Mitarbeiter gibt. Über sich selbst sagte er nur, er werde sich weiterhin für die Kunden einsetzen.

Ausbau der Elektrosparte

Ob das die Kunden überzeugt, deren Dieselfahrzeug mit einem Schlag weniger Wert ist? Viele fordern Schadensersatz vor Gericht. Dazu heißt es bei Audi nur, dass betroffenen Diesel-Kunden eine neue Software angeboten werde.

Eines zeigt die heutige Bilanz PK deutlich: Die Dieselkrise ist für Audi bei weitem noch nicht überwunden. Da geht die Botschaft fast unter, dass auch Audi die Elektromobilität massiv ausbauen will.

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