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Lange Wartezeiten bei Facharztterminen

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Umfrage bei Versicherten - Lange Wartezeiten bei Facharztterminen

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Vielen Patienten ist es wichtig, dass sie einigermaßen bald kommen können, wenn sie eine Praxis nach einem Termin fragen. Wie fix es geht, unterscheidet sich aber sehr.

Das Wartezimmer einer Arztpraxis. Symbolbild
Das Wartezimmer einer Arztpraxis. Symbolbild
Quelle: Daniel Karmann/dpa

Länger auf Behandlungstermine warten müssen Patienten laut einer Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) weiter vor allem bei Fachärzten. 30 Prozent der Befragten gaben an, mehr als drei Wochen warten zu müssen.

Beim Hausarzt geht es dagegen schneller. Sofort einen Termin bekamen demnach 37 Prozent der Befragten. Nur bei vier Prozent dauerte es mehr als drei Wochen. Unterschiedliche Wartezeiten gibt es auch je nach Anliegen, Ortsgröße und bei der Frage der Versicherung.

Unterschiede für Kassen- und Privatpatienten

Unterschiede nach Art der Krankenversicherung sind weiter ganz deutlichzu sehen: Mehr als drei Wochen Geduld bis zum Termin mussten 33 Prozent der gesetzlich Versicherten haben - und nur 18 Prozent der Privatpatienten. Über mehrere Jahre und bezogen auf alle Praxen hatten indes auch mehr Privatpatienten lange Wartezeiten von mehr als drei Wochen: nun zwölf Prozent nach fünf Prozent 2008, wie die KBV erläuterte. Der Grund sei simpel, sagte Kassenärzte-Chef Gassen: "Arztzeit wird immer knapper." Dass es nahezu freien Zugang zu ärztlichen Leistungen bei steigendem medizinischen Bedarf gebe, führe zwangsläufig zu höherer Nachfrage.

Damit Kassenpatienten schneller an Termine kommen, hat die große Koalition ein ganzes Paket an Maßnahmen beschlossen. Praxisärzte müssen nun mindestens 25 statt 20 Stunden in der Woche für gesetzlich Versicherte anbieten. Bei Augenärzten, Frauenärzten und HNO-Ärzten muss es mindestens fünf Stunden als offene Sprechstunde ohne feste Termine geben. Die Telefon-Vermittlung über Terminservicestellen, die in den Ländern unterschiedlich arbeiten, soll ausgebaut werden. Ab Anfang 2020 sollen sie nicht nur zu Fachärzten vermitteln, sondern auch zu Haus- und Kinderärzten. Zudem sollen sie bundesweit unter der Telefonnummer 116117 täglich rund um die Uhr erreichbar sein.

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