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Nach Rekordtemperatur - Erst die Hitze, dann die Gewitter

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Heiß, heißer, Deutschland: Mit einer Rekordtemperatur von 42,6 Grad geht der Donnerstag in die deutsche Wettergeschichte ein. Jetzt kühlt es erst einmal ab.

Wie geht es mit der Hitze weiter? Meteorologin Christa Stipp klärt uns auf.

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5 min
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Wer mit Hitze nicht so gut zurecht kommt, kann aufatmen - zumindest ein bisschen. Während die Thermometer in den letzten Tagen fast stündlich neue Rekordwerte anzeigten, ist für das Wochenende Abkühlung angesagt - wobei das nach derzeitigen Vorhersagen immer noch deutschlandübliche Hochsommertemperaturen um 30 Grad bedeutet.

So heiß wie nie zuvor in Deutschland: 42,6 Grad in Lingen

Karte mit der Stadt Lingen (Ems)
42,6 Grad: Lingen war nach vorläufigen Daten des DWD der heißeste Ort Deutschlands.
Quelle: ZDF

Das sind allerdings rund zwölf Grad weniger, als der bestätigte deutsche Hitzerekord: 42,6 Grad wurden am Donnerstag in Lingen im Emsland gemessen. Dass der bisherige Rekord von 40,3 Grad aus dem Jahr 2015 in Kitzingen in dieser Woche so deutlich übertroffen wurde und gleich an mehreren Orten höhere Werte erfasst wurden, sorgte auch international für Aufsehen: "Ein Tag, der Wettergeschichte schreiben wird", twitterte die Weltorganisation für Meteorologie unter Berufung auf die Werte des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Der DWD schrieb selbst: "Heiß, heißer, Deutschland - Ein Tag für die Wettergeschichte".

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Demnach wurde an 25 Messstationen 40 Grad oder mehr gemessen, an 15 Stationen wurde der bisherige Rekordwert übertroffen. Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg twitterte: "Vorläufiger neuer deutscher Hitzerekord... 42,6°C! Über 2° wärmer als der alte Rekord. Der gestern aufgestellt wurde..."

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Solche Temperaturen werden heute wohl nicht mehr erreicht. Das Maximum dürfte sich bei etwa 40 Grad einpendeln, bevor es am Samstag merklich abkühlt. Entwarnung in Sachen Extremwetter gibt es aber auch dann nicht: Vor allem in der Südhälfte Deutschlands ist mit schweren Gewittern zu rechnen.

Infografik: Wetteraussichten vom 26.07.2019
Der Samstag bringt Abkühlung, und in der Südhälfte teils heftige Gewitter.
Quelle: ZDF

Die Temperaturen für das kommende Wochenende.

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Danach dürften dürften sich die Temperaturen - je nach Region - zwischen 20 und 30 Grad einpendeln. Zwischendurch sind immer wieder Gewitter möglich. So bleibt es voraussichtlich bis Mitte der nächsten Woche.

Infografik: Wetteraussichten vom 26.07.2019
Die Temperaturen pendeln sich im Laufe der kommenden Woche bei etwa 20 bis 30 Grad ein.
Quelle: ZDF

Grüne fordern Hitzefrei

Während die Temperaturen also vorerst abkühlen, nimmt die politische Debatte dagegen Fahrt auf: Die Grünen schreiben in einem "Hitzeaktionsplan", die Klimakrise sei eine Gefahr für die menschliche Gesundheit - und fordern Konsequenzen für Arbeitnehmer. Das Recht auf Homeoffice wollen die Grünen demnach für alle Beschäftigten, "sofern dem keine betrieblichen Gründe entgegenstehen". Wer im Freien arbeite müsse "bei gesundheitsgefährdender Hitze" ein Recht auf hitzefrei bekommen.

Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter kritisierte diese Forderungen: "Immer neue staatliche Einheitsfantasien und Regulierungsregelungen für unsere Unternehmen sind nicht der richtige Weg", sagte er den Zeitungen der "Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft". Es sei Aufgabe der Betriebe, individuelle Maßnahmen zu treffen. Ähnlich äußerte sich der CDU-Wirtschaftsrat: die Forderung nach einem Recht auf hitzefrei sei realitätsfern. "Anfallende Arbeit muss erledigt werden, denn nur so kann unsere Wirtschaft funktionieren", schrieb der Wirtschafts-Generalsekretär Wolfgang Steiger in einem Gastbeitrag für die "Rhein-Neckar-Zeitung". Arbeitgeber und Arbeitnehmer fänden seit Jahrzehnten bei Hitze einvernehmliche Lösungen.

In vielen deutschen Städten ist die 40°-Marke geknackt. Besonders Obdachlose haben unter dem heißen Wetter zu leiden.

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Liegt der deutsche Temperaturrekord noch höher?

Die umweltpolitische Sprecherin der Grünenfraktion, Bettina Hoffmann, schrieb ebenfalls in der Zeitung: "Weil Hitze die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit senkt, liegt es auch im volkswirtschaftlichen Interesse, Menschen vor Hitze zu schützen." Eine reduzierte Arbeitszeit sollte aber immer nur das letzte Mittel sein.

Unterdessen ist eine Temperaturfrage allerdings noch offen: War es am Donnerstag in Deutschland womöglich noch heißer als 42,6 Grad? Denn die Messwerte der Station in Geilenkirchen, wo am Mittwoch zuerst der Rekord von 2015 geknackt worden war, sind noch nicht vollends ausgewertet. Da an der externen Messstation, die nicht zum DWD-Messnetz gehört, eine Übung stattfand, lagen von dort am Donnerstag noch keine Werte vor.

Tipps gegen die Hitze

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