Sie sind hier:

Sturmtief richtet Schäden an - Aufräumen nach "Sebastian" - Neue Unwetter drohen

Datum:

Entwurzelte Bäume, umgestürzte Baugerüste, gesperrte Bahnstrecken - viele Pendler in Norddeutschland bekommen heute die Folgen von Sturmtief "Sebastian" zu spüren. In Hamburg steht der Fischmarkt unter Wasser. Der Deutsche Wetterdienst rechnet unterdessen im Südwesten mit den nächsten Unwettern.

Zwei Tote in Hamburg. Das ist die Bilanz des ersten großen Herbststurmes des Jahres. Auch heute müssen Pendler in Norddeutschland mit den Folgen von „Sebastian“ kämpfen, denn vier Bahnstrecken bleiben gesperrt.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Nach dem ersten großen Herbststurm des Jahres sind im Norden weiterhin vier Strecken gesperrt, teilte die Bahn mit. Auf einigen weiteren Strecken seien nur einzelne Gleise befahrbar.

Wetterdienst warnt vor Unwettern im Südwesten

Der Deutsche Wetterdienst warnte unterdessen für heute vor Unwettern im Südwesten Deutschlands. Im südlichen Hessen, Teilen Baden-Württembergs, in Rheinland-Pfalz und dem Saarland könnte es zu Dauerregen mit Hochwasser, Überschwemmungen und Erdrutschen kommen.

Orkantief "Sebastian" war am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde über Deutschland gezogen. Im Hochsauerlandkreis fiel eine Fichte auf einen 53-jährigen Mann, der dabei tödlich verletzt wurde. In Hamburg wurde ein Mann von einem umgestürzten Baugerüst getroffen und starb. Am späten Mittwochabend setzte eine Sturmflut den Fischmarkt im Stadtteil St. Pauli unter Wasser.

Verspätungen auch im Fernverkehr

Die Bahn sowie der private Anbieter Metronom rechneten mit Verspätungen bei vielen Verbindungen. Die Strecken Hamburg-Flensburg (RE7), Kiel-Husum (RE74), Kiel-Rendsburg (RB75) und Lübeck-Puttgarden (RB85) blieben zunächst gesperrt.

Engpässe gab es am Morgen zudem auf den Strecken Bremen-Oldenburg und Bremen-Norddeich, teilte die Bahn mit. Da etwa in der Nähe von Delmenhorst nicht alle Gleise befahrbar seien, komme es dort auch zu Verspätungen für den Fernverkehr. Auch Verbindungen von und nach Rostock waren von den Sturmfolgen betroffen. Der Betreiber Metronom teilte am Mittwochabend mit, dass zwischen Hamburg und Stade sowie zwischen Stade und Cuxhaven kein Zugverkehr möglich sei. Auf den weiteren Strecken sei mit Verspätungen zu rechnen.

"Sebastian" zog in der Hansestadt zudem Einschränkungen im U- und S-Bahnverkehr nach sich. In Berlin rief die Feuer am Mittwochnachmittag wegen der vielen wetterbedingten Einsätze für knapp zwei Stunden den Ausnahmezustand aus. Zu etlichen Feuerwehreinsätzen kam es auch in Ostfriesland und in Bremen. An der Nordsee fielen viele Fährverbindungen aus. Zuvor hatte "Sebastian" bereits die Niederlande erreicht. Am Amsterdamer Flughafen Schiphol wurden zeitweise Start- und Landebahnen geschlossen.

Sturmschäden: Bahn setzt Hunderte Mitarbeiter ein

Die Bahn setzte nach eigenen Angaben Hunderte Mitarbeiter ein, um die Sturmschäden zu beseitigen. So mussten Bäume von den Gleisen geräumt und beschädigte Oberleitungen repariert werden. Für gestrandete Passagiere stellte die Bahn Hotelzüge in den Bahnhöfen von Bremen, Dortmund, Hamburg und Hannover bereit. Dort konnten Reisende übernachten. Das Technische Hilfswerk habe Decken organisiert, sagte ein Bahnsprecher. Außerdem seien die Reisenden mit Suppen und Getränken versorgt worden.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.