Sie sind hier:

Aufruf zu Deeskalation - EU mahnt in Hongkong-Konflikt

Datum:

Die Proteste in Hongkong gehen weiter, die Zeichen stehen auf Konfrontation. Das beunruhigt auch die EU.

Prodemokratische Demonstranten in Hongkong.
Prodemokratische Demonstranten in Hongkong.
Quelle: Kin Cheung/AP/dpa

Angesichts anhaltender Proteste in der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong hat die Europäische Union zur Zurückhaltung aufgerufen. "Es ist entscheidend, dass Zurückhaltung geübt, Gewalt abgelehnt und dringende Schritte zur Deeskalation der Situation unternommen werden", sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini.

Fundamentale Freiheiten sowie Hongkongs hoher Grad an Unabhängigkeit unter dem "Ein Land, zwei Systeme"-Prinzip müssten weiter aufrechterhalten werden, sagte sie weiter.

Hoffnung auf gewaltlose Proteste

In der 7,5-Millionen-Einwohner-Stadt geht ein Teil der Bevölkerung seit mehr als zwei Monaten immer wieder auf die Straße. Die regierungskritischen Demonstrationen an diesem Wochenende wurden von der Protestgruppe Civil Human Rights Front (CHRF) organisiert und sollen demnach "vernünftig" und "gewaltlos" ablaufen.

Die Organisation meidet Konfrontationen mit der Polizei und war die treibende Kraft hinter den Rekord-Kundgebungen im Juni und Juli mit mehreren hunderttausend Teilnehmern. Die Aktivisten wollen deutlich machen, dass ihre Bewegung trotz zunehmender Gewalt immer noch breite Unterstützung in der Öffentlichkeit findet.

Eskalation am Flughafen

Die zunächst friedlichen Proteste hatten sich in den vergangenen Wochen radikalisiert. Am Montag und Dienstag besetzten tausende Demonstranten den Hongkonger Flughafen. Dabei griffen einige von ihnen zwei Männer an, die sie für chinesische Spione hielten.

"Die Regierung ist bisher auf keine einzige Forderung eingegangen", sagte ein 25 Jahre alter Demonstrant am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Sie setze im Gegenteil verstärkt Sicherheitskräfte ein, um "die Stimme des Volkes zu unterdrücken". "Wenn wir jetzt nichts tun, wird die nächste Generation noch mehr Unterdrückung erfahren."

Allerdings unterstützen auch etliche Hongkonger die pekingtreue Regierung. In einem Park versammelten sich tausende regierungsnahe Demonstranten, um gegen die Demokratie-Aktivisten zu protestieren. Viele von ihnen schwenkten chinesische Flaggen.

Mit einer Demonstration Tausender Lehrer hat ein weiteres Wochenende mit Protesten in Hongkong begonnen. Sie kritisierten die Gewalt gegen die überwiegend jungen Demonstranten.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um Ihnen ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier können Sie mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.