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Unruhen in Ecuador - Präsident muss Hauptstadt Quito verlassen

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Die Unruhen in Ecuador haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Gewalt und Plünderungen sind Alltag in der Hauptstadt Quito. Präsident Moreno hat nun seinen Amtssitz verlegt.

Demonstranten gegen Lenin Moreno in Quito
Demonstranten gegen Lenin Moreno in Quito
Quelle: reuters

Wegen gewaltsamer Proteste gegen seine Regierung hat der ecuadorianische Präsident Lenín Moreno seinen Amtssitz aus der Hauptstadt Quito verlegt. Moreno sagte am Montagabend (Ortszeit) im Fernsehen, die Sicherheit der Regierung sei gefährdet. Die Regierung werde statt aus Quito aus der Hafenstadt Guayaquil ihre Geschäfte führen.

Moreno sieht Putschversuch

Moreno sagte, er sei das Ziel eines Putschversuchs. Er werde nicht von seiner Entscheidung ablassen, die Subventionen zu kürzen, die zu einem starken Anstieg der Treibstoffpreise geführt haben. Seit Moreno vergangene Woche die Subventionen gekürzt hatte, kommt es zu Unruhen. Die Polizei gab am Montag ein gepanzertes Fahrzeug an Demonstranten auf, die es in Brand gesteckt hatten.

Randalierer zertrümmerten Autofenster, brachen in Geschäfte ein und lieferten sich Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften, die Tränengas abfeuerten. Moreno sagte, sein linker Amtsvorgänger Rafael Correa versuche, Ecuador mit Hilfe des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zu destabilisieren. Die ecuadorianische Regierung hat die Entfernung von Maduro aus dem Amt gefordert.

Die gewaltsamen Proteste in Ecuador halten an. Die Polizeistation in Quito steht in Flammen, die Regierung flieht aus der Hauptstadt.

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Dessen Regierung kommentierte den Vorwurf Morenos nicht. Correa sagt, er und seine Verbündeten seien Opfer politischer Verfolgung. Rund 480 Personen sind während der Unruhen festgenommen worden. Die Regierung hatte vergangene Woche einen Notstand ausgerufen, der die Beschneidung einiger Bürgerrechte zuließ. In Videoaufnahmen war zu sehen, wie Polizisten auf Demonstranten am Boden einschlugen. Gegner haben Morenos Regierung Menschenrechtsverstöße vorgeworfen.

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