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Auftakt in Davos - Mit Optimismus ins Weltwirtschaftsforum

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Wie zusammenarbeiten in einer zersplitterten Welt? Wie die Schere zwischen Arm und Reich verkleinern? Das Weltwirtschaftsforum in Davos nimmt sich dieses Jahr große Fragen vor.

Eingang zum World Economic Forum in Davos, Schweiz
Verschneiter Eingang zum Weltwirtschaftsforum.
Quelle: reuters

Ehe man darangeht, die vielfältigen Probleme der weiten Welt anzugehen, muss man erst einmal durchkommen nach Davos. Das alljährliche Weltwirtschaftsforum will sich mit den Chancen auf Zusammenarbeit in einer zersplitterten Welt beschäftigen. Die Chancen für einige Erfolge stehen gut - die Schweizer räumen jedenfalls schon einmal den Schnee weg.

Zum Auftakt eine Studie: Die alljährliche Befragung Tausender Unternehmenslenker weltweit setzt traditionell einen wichtigen Diskussionspunkt für das Jahrestreffen des World Economic Forum (WEF) in Davos. Präsentiert von der Unternehmensberatung PWC enthält die Studie zu den Erwartungen die ein oder andere Überraschung: 57 Prozent der Befragten glauben, dass die Weltwirtschaft 2018 wachsen wird. Überdurchschnittlich optimistische Blickwinkel kommen aus Nord- und Südamerika und Ostasien. Und aus Deutschland: Hier glauben 61 Prozent der Befragten, dass es bergauf geht. Ein Rekord, seit diese Art der Untersuchung von 21 Jahren begann.

Vertrauen in Deutschland ist groß

Und dann gab es auch noch die folgende Frage an die internationalen Top-Manager: "Welche Länder halten Sie für besonders wichtig, was die Wachstumsaussichten Ihres Unternehmens 2018 angeht?" Da findet sich Deutschland auf dem dritten Platz nach China und den USA. Was bedeutet: Neben den unsinkbaren Riesenmärkten findet sich die Volkswirtschaft eines vergleichsweise kleinen Landes vor so vielen anderen, die um ausländische Investitionen konkurrieren. Das setzt großes Vertrauen voraus - ein Pfund, mit dem Deutschland offenbar wuchern kann.

Mit alledem ist ein Ton gesetzt für das WEF. Auf dessen Agenda steht natürlich viel mehr. Eine der großen Fragen: Wie stellt man es an, dass der unbestreitbar zunehmende Wohlstand auch dort ankommt, wo man bisher nicht auf der Sonnenseite stand? Eine sehr berechtigte Frage, findet PWC-Deutschland-Chef Norbert Winkeljohann: "In der Tat haben wir Zuwächse, die teils sehr hoch sind - wobei aber die Schere zwischen den Erfolgreichen und den Benachteiligten auseinandergeht." Dies sei eine der Hauptaufgaben, denen sich die 3.000 Manager, Politiker und gesellschaftlichen Vertreter in Davos widmen müssten.

Und noch etwas offenbart die Studie, was neuerdings nicht jeder Staatenlenker so gern hört: Damit es bergauf gehen kann, braucht man Freihandel, nicht Abschottung. All die optimistischen Prognosen stehen und fallen mit dem Willen zu internationaler Zusammenarbeit. So wiederum erweist sich das diesjährige Motto des WEF als klug gewählt – nun hat man vier Tage in Davos, es mit Leben zu füllen.

Das Weltwirtschaftsforum in Davos

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