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Ausländische Pflegekräfte - Agentur soll Wege für Pfleger frei machen

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Deutschland wird nicht jünger. Der Bedarf an Altenpflegern und Krankenschwestern steigt. Können Fachkräfte aus dem Ausland helfen?

Gesundheitsminister Jens Spahn.
Gesundheitsminister Jens Spahn.
Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Die Einstellung von Pflegekräften aus dem Ausland soll einfacher werden. Die Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe (Defa) mit Sitz in Saarbrücken will sich um Visaanträge, Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen kümmern. Das sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin. Fachkräfte sollen binnen sechs Monaten nach Deutschland kommen können.

Derzeit dauert der Prozess teils mehr als zwei Jahre. Je nach Schätzung gebe es 50.000 bis 100.000 offene Stellen, so Spahn.

Das Saarland hat die Agentur bereits Anfang Oktober gegründet. Der Bund trägt mit 4,7 Millionen Euro binnen vier Jahren einen Großteil der Kosten. Krankenhäuser, Pflegeheime oder Personalagenturen deutschlandweit können sich an die Defa wenden. Pro Pflegekraft wird eine Bearbeitungsgebühr von 350 Euro fällig. Derzeit liegen laut Ministerium rund 4.200 Anträge bei der Agentur. Die ersten von ihr unterstützten Pflegekräften sollen im zweiten Quartal des kommenden Jahres in Deutschland eintreffen.

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