ZDFheute

Trump fühlt sich im Fall Warmbier missverstanden

Sie sind hier:

Fall Warmbier - Trump fühlt sich im Fall Warmbier missverstanden

Datum:

Aussagen zum Fall des US-Studenten Warmbier haben US-Präsident Donald Trump harte Kritik eingebracht. Nun rudert er zurück.

Archiv: Donald Trump am 01.02.2019 in Washington
Donald Trump korrigiert seine Äußerungen über Warmbier.
Quelle: AP
Kim Jong Un und Donald Trump in Hanoi.
Kim Jong Un und Donald Trump in Hanoi.
Quelle: Evan Vucci/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat auf die heftige Kritik an seinen Aussagen zu dem gestorbenen US-Studenten Otto Warmbier reagiert und von einem Missverständnis gesprochen. "Selbstverständlich mache ich Nordkorea für Ottos Misshandlung und Tod verantwortlich", schrieb Trump auf Twitter.

Nach seinem Treffen mit Kim Jong Un in Vietnam hatte Trump gesagt, er gehe davon aus, dass Kim nichts von der Inhaftierung Warmbiers in seinem Land gewusst habe. Das sorgte für große Empörung in den USA.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Eltern Warmbiers sind empört

"Ich werde nie gerne falsch interpretiert, aber vor allem nicht, wenn es um Otto Warmbier und seine großartige Familie geht." Schließlich habe er Warmbier aus Nordkorea herausgeholt. Zu einer Verantwortung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un äußerte er sich nicht. Nach dem Gipfel mit Kim in Hanoi hatte Trump am Donnerstag gesagt, er akzeptiere dessen Erklärung, dass er nicht gewusst habe, wie Warmbier in der Haft behandelt worden sei und er nehme ihn beim Wort.

Trump löst im Fall Warmbier Empörung aus. Archivbild
Der Student Otto Warmbier war in Nordkorea festgenommen und gefoltert worden. Äußerungen Trumps um die Verantwortung für seinen Tod lösten Empörung aus. (Archivbild)
Quelle: Jon Chol Jin/AP/dpa

Dies sorgte bei den Eltern Warmbiers aber auch parteiübergreifend für Empörung in den USA. "Kim und sein böses Regime sind für den Tod unseres Sohnes Otto verantwortlich", teilten die Eltern in einer Erklärung mit. Warmbier war 2016 während einer Nordkorea-Reise festgenommen worden.

Kim und sein böses Regime sind für den Tod unseres Sohnes Otto verantwortlich.
Eltern Warmbiers

Er wurde zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt, weil er versucht haben soll, ein Propagandaplakat zu stehlen. 2017 wurde er nach 17 Monaten freigelassen, als er mit schweren Hirnschäden im Koma lag. Der 22-jährige starb wenig später in einem Krankenhaus in den USA. Ein US-Gericht kam zu dem Schluss, dass er gefoltert worden sei.

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump Kritik erntet, weil er einem autokratischen Herrscher scheinbar mehr glaubt als Erkenntnissen von US-Seite. So dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman im Fall der Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi und der Beteuerung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, sich nicht in die US-Wahlen eingemischt zu haben.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.