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Tränengas und Wasserwerfer bei Protesten

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Ausschreitungen in Hongkong - Tränengas und Wasserwerfer bei Protesten

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Die Polizei hatte Demonstrationen an diesem Wochenende verboten. Doch viele Menschen in Hongkong ließen sich davon nicht abschrecken. Es kam erneut zu Ausschreitungen.

Demonstranten werden von Einsatzkräften der Polizei mit Wasserwerfern beschossen.
Demonstranten werden von Einsatzkräften der Polizei mit Wasserwerfern beschossen.
Quelle: Reuters

Trotz des Verbots einer Großdemonstration sind in Hongkong wieder einige Zehntausend Regierungskritiker auf die Straße gegangen. Es kam zu Zusammenstößen, die Polizei setzte Tränengas ein. Radikale Demonstranten errichteten Straßenblockaden und warfen Brandsätze.

Es ist das 15. Wochenende in Folge, an dem in der chinesischen Sonderverwaltungsregion demonstriert wird. Die Demonstranten fordern unter anderem eine unabhängige Untersuchung von Polizeibrutalität und freie Wahlen.

Neben Demonstranten in Schwarz und mit Masken nahmen Familien mit Kindern an dem Marsch durch die Straßen einer Geschäftsgegend teil. Sie marschierten mehr als zwei Kilometer ins zentrale Geschäftsviertel. Einige der Demonstranten schwenkten US- und britische Flaggen, andere hatten Poster mit ihren Forderungen nach demokratischen Reformen dabei.

Die Polizei hatte einen Antrag der Zivilen Menschenrechtsfront für den Marsch abgelehnt. Der Marsch störte den Verkehr. Einige Demonstranten nutzten Kegel, Metallabsperrung und Mülleimer, um Straßenbarrieren zu errichten. Viele Geschäfte schlossen.

Ein Demonstrant mit Gasmaske wirft einen Tränengaskanister zurück Richtung Polizei
Ein Demonstrant mit Gasmaske wirft einen Tränengaskanister zurück Richtung Polizei
Quelle: Reuters

Gewalt eskaliert

Demonstranten verbrannten chinesische Flaggen und rissen Banner nieder, auf denen der regierenden Kommunistischen Partei von China gratuliert wurde. Die Partei feiert am 1. Oktober ihr 70-jähriges Jubiläum. Einige Demonstranten zertrümmerten Fensterscheiben und Überwachungskameras am Ausgang einer U-Bahn-Station.

Die Polizei warnte in einer Mitteilung, dass der Marsch illegal sei. Sie forderte Demonstranten auf, "ihre illegalen Akte zu stoppen". Die Polizei errichtete Barrieren vor der Regierungsanlage. Sie hatte auch einen Marsch der Zivilen Menschenrechtsfront am 31. August verboten. Demonstranten hielten diesen aber auch trotzdem ab.

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