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Ausschreitungen in Kirgistan - Ex-Präsident Atambajew verhaftet

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Steine fliegen, die Polizei setzt Blendgranaten ein: Die Festnahme von Kirgistans Ex-Präsident Atambajew endet in einer Straßenschlacht. Gegen ihn wird wegen Korruption ermittelt.

Kirgistans Ex-Präsident Almasbek Atambajew. Archivbild
Kirgistans Ex-Präsident Almasbek Atambajew. Archivbild
Quelle: Igor Kovalenko/epa/dpa

Nach Ausschreitungen im zentralasiatischen Kirgistan an der Grenze zu China hat die Polizei den früheren Präsidenten Almasbek Atambajew festgenommen. Das bestätigte das Innenministerium in der Hauptstadt Bischkek.

Der 62-Jährige soll sich selbst den Beamten gestellt haben, nachdem Polizisten das Anwesen des Politikers gestürmt hatten. Gut zwei Jahre nach seinem Abtritt sieht sich Atambajew nun unter anderem Korruptionsvorwürfen ausgesetzt, die er aber bestreitet.

Mehr als 2.000 Beamte rückten im Dorf Koj-Tasch in der Nähe der Hauptstadt an, um den ehemaligen Präsidenten in Gewahrsam zu nehmen. Dabei lieferten sich Atambajews Anhänger heftige Auseinandersetzungen mit den Behörden. Der Agentur Akipress zufolge flogen Steine auf Polizisten, die wiederum Blendgranaten einsetzten. Reporter vor Ort berichteten auch von Schüssen und Explosionen. 500 Anhänger Atambajews hätten eine Absperrung durchbrochen. Es soll mehrere Verletzte gegeben haben.

Das verarmte Hochgebirgsland Kirgistan galt lange als Insel der Demokratie inmitten autoritärer Staaten in Zentralasien. Kirgistan hat bereits mehrere Revolutionen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erlebt. 2017 löste Sooronbaj Scheenbekow seinen Vorgänger Atambajew verfassungsgemäß ab. Es war der erste friedliche Machtwechsel nach mehreren Umstürzen.

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