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Ausschreitungen in Londonderry - Tote bei Unruhen in Nordirland

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Im Zuge der Brexit-Verhandlungen waren die Sorgen gewachsen, dass in der Ex-Bürgerkriegsregion Nordirland die Gewalt wieder erwacht. Nun kommt es zu Unruhen mit bösen Folgen.

Polizisten vor einem brennenden Auto in Creggan.
Polizisten vor einem brennenden Auto in Creggan.
Quelle: Niall Carson/PA Wire/dpa

Am Rande der nordirischen Stadt Londonderry ist es zu gewaltsamen Ausschreitungen und tödlichen Schüssen auf eine junge Frau gekommen. Der Tod der 29-Jährigen in der Wohnsiedlung Creggan werde als "terroristischer Vorfall" behandelt, teilte die örtliche Polizei mit.

Zuvor hatte die Polizei darüber informiert, dass in Creggan Brandsätze geschleudert und mehrere Schüsse abgefeuert worden seien. Zu den Hintergründen gaben die Behörden zunächst keine Details preis.

Mehrere Reporter erklärten, bei der Toten handle es sich um die Journalistin Lyra McKee, die viel über den Nordirland-Konflikt und seine Folgen geschrieben hat.

Die Ausschreitungen trugen sich vor dem Osterwochenende zu - einem Zeitpunkt, zu dem irisch-katholische Nationalisten an den Aufstand gegen die Briten in Dublin im Jahr 1916 erinnern. Die Vorsitzende der nordirischen Democratic Unionist Party (DUP), Arlene Foster, verurteilte in der Nacht auf Freitag "sinnlose" Gewalt. "Diejenigen, die in den 70er, 80er und 90er Jahren Schusswaffen in unsere Straßen gebracht haben, lagen falsch. 2019 ist es genauso falsch."

Auch die Vize-Vorsitzende der irisch-republikanischen Partei Sinn Fein, Michelle O'Neill, verurteilte den Tod der jungen Frau und sprach den Angehörigen ihr Beileid aus. "Das war ein Angriff auf die Gemeinschaft, ein Angriff auf den Friedensprozess und auf das Karteifreitagsabkommen."

Vermummte haben im nordirischen Londonderry Molotowcocktails und Sprengkörper auf Polizeifahrzeuge geworfen. Eine 29-jährige Frau wurde bei den Ausschreitungen erschossen.

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