Sie sind hier:

Suche nach Endlager - Wohin mit dem Atommüll?

Datum:

Wenig hört man derzeit über die Endlagerung von Atommüll in Deutschland, weder von den Gegnern noch von denen, die sich um radioaktiven, strahlenden Müll kümmern müssen.

Fässer für Atommüll
Fässer mit Atommüll Quelle: dpa

Dabei stehen allein im Zwischenlager Gorleben 113 sogenannte Castorbehälter, voll mit hochradioaktivem Müll. Weitere ausgediente, aber dennoch hochstrahlende, hochgefährliche Brennelemente lagern im Zwischenlager in Ahaus sowie an zwölf dezentralen Außenposten an den Atomkraftwerken.

35.000 Brennelemente zu entsorgen

Wenn 2022 das letzte Atomkraftwerk in Deutschland abgeschaltet wird, sind etwa 35.000 Brennelemente zu entsorgen. Wohin damit dauerhaft, weiß niemand. Lange stand für die Endlagerung das Erkundungsbergwerk bei Gorleben im Fokus. Doch jahrzehntelange Proteste gegen diesen willkürlich festgelegten Standort haben dazu geführt, die Endlagerfrage neu und transparent anzugehen. Man startet quasi mit einer weißen Landkarte und sucht in einem ersten Schritt mehrere, nach wissenschaftlichen Kriterien geeignete Standorte. Dieses neue Standortauswahlverfahren obliegt der neugeschaffenen BGE, der Bundesgesellschaft für Endlagerung. Derzeit werden die Daten der geologischen Dienste der Bundesländer und der Berg- und Wasserbehörden ausgewertet.

Erster Meilenstein in dem Standortauswahlverfahren ist dann ein Zwischenbericht über die Teilgebiete, die günstige geologische Voraussetzungen für die sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle erwarten lassen. Dabei gibt es noch keine Festlegung, in welchem Wirtsgestein der Müll lagern soll. Zur Debatte stehen Granit-, Ton- und Salzformationen. Der Rückbau der Atomkraftwerke, der Betrieb der Zwischenlager sowie die Suche und der Bau eines Endlagers liegen jetzt bei unterschiedlichen Behörden und bundeseigenen Gesellschaften. Oberster Wächter all dieser Behörden ist Wolfram König, der Präsident des Bundesamts für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE).

Mit deutlich mehr Bürgerbeteiligung und transparenter wird derzeit ein Endlager für Atommüll in Deutschland gesucht, so Wolfram König, Präsident des Bundesamts für kerntechnische Entsorgung (BfE). Ab 2050 könnte es ein Endlager für hochradioaktiven …

Beitragslänge:
6 min
Datum:

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.