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Zukunft der Elektromobilität - Darüber beraten Regierung und Branche

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Die Spitzen von Politik und Autoindustrie treffen sich im Kanzleramt, um über die Zukunft der Branche zu sprechen. Wer trifft sich und worüber wird beraten - der Überblick.

PKW des Elektroauto-Herstellers e.go
Damit E-Autos auch von den Verbrauchern gekauft werden, fordern die Hersteller von der Politik mehr Fördergelder. Damit stoßen sie auf offene Ohren.
Quelle: dpa

Wer trifft sich zum Autogipfel?

Die Autoindustrie ist eine Schlüsselbranche für die Exportnation Deutschland. Dementsprechend hochkarätige Teilnehmer nehmen an dem Gespräch hinter verschlossenen Türen teil. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommen die Bundesminister für Wirtschaft, Finanzen, Verkehr, Arbeit, Umwelt und Bildung. Dazu haben sich die Spitzen von Union und SPD sowie der oberste Mobilitätsberater der Bundesregierung, Henning Kagermann, angekündigt.

Von Industrieseite kommen die Chefs von Volkswagen, Daimler und BMW sowie der Chef des Branchenverbands VDA, Bernhard Mattes. Außerdem sitzt der Chef der Gewerkschaft IG Metall, Jörg Hofmann, in der Runde. Für Kritik sorgt, dass die Regierung weder Vertreter von Umwelt- noch Verbraucherverbänden eingeladen hat.

Wie können Elektroautos gefördert werden?

VDA-Chef Mattes schätzt, dass bis 2030 sieben bis 10,5 Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren müssen, um die Klimaziele der EU einhalten zu können. Zu Beginn des Jahres gab es aber nur rund 400.000 E-Autos in Deutschland, wobei die meisten Hybrid-Fahrzeuge sind. Derzeit entwickeln die deutschen Hersteller eine Vielzahl an neuen Modellen: in den nächsten drei Jahren soll das Angebot an E-Autos sich auf mehr als 100 Modelle verdreifachen.

Doch damit diese Autos auch von den Verbrauchern gekauft werden, fordern die Hersteller von der Politik mehr Fördergelder. Damit stoßen sie auf offene Ohren. So hatte kürzlich erst Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) angekündigt, die staatliche Prämie für den Kauf von E-Autos zu erhöhen.

Außerdem soll die Ladeinfrastruktur schneller ausgebaut werden. Die CDU geht mit dem Vorsatz ins Gespräch, den Bau privater Ladepunkte rechtlich zu vereinfachen. Außerdem will sie den CO2-Ausstoß von Verkehrsmitteln mit einem Preis belegen.

Wie können Arbeitsplätze gesichert werden?

Rund 800.000 Menschen arbeiten für Autobauer und Zulieferer in Deutschland. Mit der Wende von Verbrennungs- zu Elektromotoren ist aber ein Teil dieser Arbeitsplätze in Gefahr. Für den Bau eines Elektroantriebs sind deutlich weniger Teile nötig. Die IG Metall fordert deshalb, die nicht mehr benötigten Facharbeiter rechtzeitig umzuschulen und den Zulieferbetrieben beim Umbau des Geschäftsmodells mit einem speziellen Kurzarbeitergeld unter die Arme zu greifen.

Außerdem stammen die meisten Batteriezellen für E-Autos derzeit aus Asien. Batterien sind aber das wertvollste Bauteil eines E-Autos. Gewerkschafter fordern deshalb schon lange den Aufbau einer eigenen Zellfertigung in Deutschland. Mehrere Autobauer haben mittlerweile entsprechende Initiativen angekündigt - angelockt auch durch saftige Subventionen der Bundesregierung.

Welche Entscheidungen sind zu erwarten?

Wie die Teilnehmer betonen, geht es bei dem Treffen in erster Linie um einen informellen Austausch. Konkrete Maßnahmen würden bei dem Treffen daher wahrscheinlich nicht beschlossen.

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