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Aufräumarbeiten laufen - Nach "Herwart": Bahnverkehr rollt wieder an

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Der Sturm hat sich gelegt - jetzt beginnt das große Aufräumen. Die Bahn kämpft auch zu Wochenbeginn noch mit den Folgen von "Herwart". Einige Züge rollen aber wieder.

Steht noch nach Sturm "Herwart": Ein ICE in Hannover
Quelle: dpa

Nach dem zweiten großen Herbststurm "Herwart" bemüht sich die Deutsche Bahn, den teilweise lahmgelegten Zugverkehr im Norden und Osten rasch wieder in Gang zu bringen. Vor allem rund um Hamburg wird es nach Angaben des Konzerns jedoch auch am Montag noch Sperrungen geben.

Vom Morgen an sind wieder erste Fernzüge zwischen Hannover und Berlin, Hannover und Magdeburg, Berlin und Dresden sowie Münster (Westfalen) und Norddeich unterwegs, wie die Bahn am Morgen mitteilte. Ab etwa 14 Uhr sollen zwischen Hamburg und Berlin wieder erste Fernzüge fahren. Wegen des Umfangs der Schäden könne es allerdings auf diesen Strecken weiter zu Einschränkungen und auch Zugausfällen kommen. "Bitte informieren Sie sich nochmals vor Reiseantritt", hieß es.

Sieben Bundesländer lahmgelegt

Lahmgelegt ist der Fernverkehr weiterhin auf den Strecken Hamburg-Westerland, Hamburg-Kiel, Hamburg-Lübeck-Puttgarden, Hamburg-Rostock-Stralsund, Berlin-Stralsund sowie Dortmund- Bremen-Hamburg. Für Reisen zwischen Hamburg und dem Ruhrgebiet werden die Verbindungen über Hannover empfohlen.Am Sonntag hatte das Sturmtief den Zugverkehr im Norden und Osten fast komplett lahmgelegt.

Vor allem in Nord- und Ostdeutschland hat das Sturmtief „Herwart“ erhebliche Schäden angerichtet. Drei Menschen kamen hierzulande ums Leben. Die Bahn will den teilweise eingestellten Fernverkehr auf einigen Strecken heute wieder aufnehmen.

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Mehrere Tote, Verletzte und erhebliche Schäden - das war die Bilanz von "Herwart" am Wochenende in Europa. An der Nordsee in Niedersachsen wurde ein 63-jähriger Camper von der Sturmflut überrascht und ertrank. In Mecklenburg-Vorpommern kenterte ein Motorboot mit drei Urlaubern aus Sachsen - eine 48-jährige Frau starb. Den Zustand eines geretteten Mannes (56) bezeichnete ein Sprecher der Polizei Neubrandenburg wegen Unterkühlungen im kalten Wasser ebenfalls als kritisch. Die Suche nach einem weiteren Passagier blieb bis Sonntagabend erfolglos. Sie soll am Montag per Boot fortgesetzt werden.

DWD rechnet mit Abschwächung

In der Nordsee ist bei starkem Seegang durch Sturm vor Langeoog ein Frachter auf Grund gegangen. Sämtliche Rettungsversuche schlugen zunächst fehl. Die 225 Meter lange, unbeladene "Glory Amsterdam" hatte sich am Sonntag in der Deutschen Bucht losgerissen. Nach bisherigen Erkenntnissen seien die 22 an Bord befindlichen Menschen unverletzt, hieß es vom deutschen Havariekommando, das die Einsatzleitung übernommen hat.

Mehrere Menschen wurden außerdem bei Sturm-Unfällen in Deutschland verletzt. In Polen und Tschechien waren mindestens drei Todesopfer zu beklagen. Als der Sturm abflaute, begann vielerorts das große Aufräumen. Viele Straßen waren zuvor wegen umgekippter Bäume gesperrt worden - vor allem in Nord- und Ostdeutschland entwurzelte "Herwart" zahlreiche Bäume. Der Wind erreichte Geschwindigkeiten von bis zu 176 Kilometern pro Stunde am Fichtelberg und 144 Kilometern pro Stunde auf Fehmarn. Er wird sich laut Deutschem Wetterdienst (DWD) zu Wochenbeginn wieder abschwächen.

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