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Autofahrer stirbt im Sturm - Chaos bei der Bahn

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Tief "Mortimer" - Autofahrer stirbt im Sturm - Chaos bei der Bahn

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Sturm "Mortimer" hat einen Autofahrer in Sachsen-Anhalt getötet. Auch auf der Schiene hatte der Sturm heftige Auswirkungen. Inzwischen hat sich die Lage etwas entspannt.

„Mortimer“ - so heißt das erste Sturmtief in diesem Herbst. Er fegt über Teile Deutschlands hinweg, reißt Bäume und Äste mit sich und sorgt für Chaos auf Straße und Schiene. Das Wetter in Deutschland bleibt weiter stürmisch.

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Im Sturmtief "Mortimer" ist ein 41 Jahre alter Autofahrer bei Wittenberg (Sachsen-Anhalt) von einem umstürzenden Baum erschlagen worden. Der Mann war am Montag gegen 8.30 Uhr mit seinem Fahrzeug auf einer Landstraße unterwegs. "Aufgrund von Sturmböen stürzte ein Baum auf das Auto", sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau. Der 41-Jährige wurde im Fahrzeug eingeklemmt, er starb noch an der Unfallstelle.

Der Sturm hat auch den Fernverkehr der Deutschen Bahn getroffen. In Norddeutschland sperrte die Bahn gegen 8 Uhr, teils vorsorglich, ihre wichtigsten Strecken nördlich von Hannover. Grund für die Sperrungen waren vor allem umgestürzte Bäume.

Inzwischen hat die Bahn die meisten Strecken wieder freigegeben, allerdings könne es weiterhin zu Verspätungen und Ausfällen kommen. Die Strecke Wolfsburg - Braunschweig - Göttingen bleibe allerdings voraussichtlich den ganzen Tag gesperrt, wie die Bahn auf Twitter mitteilte. Die ICE-Züge Berlin - Göttingen - Kassel - Frankfurt halten demnach nicht in Braunschweig und Hildesheim.

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Neu hinzu kam am späten Vormittag die Strecke Nürnberg - Augsburg, hier war ein Baum umgestürzt. Züge des Fernverkehrs wurden umgeleitet, Augsburg konnte am Mittag nicht angefahren werden.

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Wer vom Sturmtief betroffen war, kann sein Ticket bis zum 7. Oktober flexibel nutzen. Die Zugbindung für diese Fahrkarten sei aufgehoben, auch sei eine kostenlose Stornierung möglich.

Ein ICE fuhr bei Wolfsburg in Niedersachsen gegen einen auf die Gleise gestürzten Baum. Der Lokführer sei dabei leicht verletzt worden, sagte ein Bahnsprecher. Die etwa 250 Passagiere im Zug kamen mit dem Schrecken davon.

Die Züge der IC-Linie Norddeich Mole - Bremen - Hannover - Leipzig wurden größtenteils umgeleitet und verspäteten sich um circa 60 Minuten.

In Teilen des Landes bleibt es bis zum Nachmittag stürmisch

Im Norden und Nordosten ist das Schlimmste noch nicht überstanden.
Deutscher Wetterdienst

"Im Norden und Nordosten ist das Schlimmste noch nicht überstanden", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Vormittag über die Wetterlage nach den nächtlichen Stürmen. Etwa von der Ostsee bis zum Erzgebirge bleibe es bis in die Nachmittagsstunden stürmisch, während das Tief ins Baltikum weiter ziehe. Dort, wo schauerartige Regenfälle hinzu kämen, könnten sich die Windgeschwindigkeiten auf Orkanstärke steigern. An diesen Orten drohten auch Unwetter mit Windgeschwindigkeiten von 110 Kilometern in der Stunde.

In der Nacht hatte es zunächst nur geringfügige Schäden durch "Mortimer" gegeben. Die Lagezentren der Polizei in allen 16 Bundesländern berichteten hauptsächlich von umgekippten Bäumen und abgebrochenen Ästen.

Rettungsboot für Schafe

Eine spektakuläre Rettungsaktion erlebten Hunderte Schafe auf einer Weide in Dortmund. Starke Regenfälle hatten die Weide mit rund 300 Tieren geflutet. Die Feuerwehr setzte ein Rettungsboot ein und baute Stege, um die Tiere vor dem Ertrinken zu bewahren, wie ein Sprecher der Einsatzkräfte am frühen Morgen sagte. Bis 2 Uhr waren demnach 200 Tiere von der Weide geholt. Die Wiese stand anderthalb bis zwei Meter unter Wasser. Mehrere Tiere, darunter auch Lämmer, seien in den Wassermassen verendet. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit 120 Einsatzkräften vor Ort.

Einsatzkräfte der Feuerwehr retten ein Schaf vor dem Ertrinken.
Feuerwehrleute retten Schafe von einer überfluteten Wiese.
Quelle: Marcel Kusch/dpa

Die Verwaltung des Nationalparks Harz warnte am Montag vor dem Betreten der Wälder in dem Mittelgebirge. Es könnten jederzeit Bäume umstürzen, sagte Sprecher Friedhart Knolle am Morgen in Wernigerode. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Leipzig wurden am frühen Morgen Windgeschwindigkeiten von knapp 145 Kilometern pro Stunde auf dem höchsten Berg des Mittelgebirges gemessen. Auch die niedersächsischen Landesforsten warnten vor dem Betreten der Wälder.

Im Saarland gingen bis 2:20 Uhr rund 50 Notrufe wegen umgekippter Bäume oder Bauzäune ein. Ein Baum sei auf ein geparktes Auto gefallen, hieß es.

Der Deutsche Wetterdienst hatte das Tief "Mortimer" als ein kleines Tief, "das recht flink unterwegs ist und nicht unterschätzt werden sollte", angekündigt. Gefahrenpotenzial sah der DWD unter anderem, weil die Bäume noch voll belaubt seien und dem Wind damit eine große Angriffsfläche böten, so dass sie auch bei nicht ganz so hohen Windstärken umstürzen könnten.

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