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Mehr Fernreisende, weniger Gewinn

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Halbjahreszahlen der Bahn - Mehr Fernreisende, weniger Gewinn

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Die gute Nachricht für die Bahn: immer mehr Fernreisende. Die schlechte: erneuter Gewinnrückgang. Dazu viele Baustellen: Streckennetz, Flotte - und besonders die Pünktlichkeit.

Archiv: Menschenmenge vor Zug in Berlin, aufgenommen am 26.04.2011
Menschenmenge vor einem Zug in Berlin: Volle ICEs sind für die Bahn keine Seltenheit.
Quelle: dpa

Die Zahl der Reisenden im Fernverkehr der Deutschen Bahn ist im ersten Halbjahr dieses Jahres erneut deutlich gestiegen: Bis Ende Juni 2019 fuhren insgesamt 71,8 Millionen Fahrgäste ICE oder IC; das ist ein Plus von 1,3 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 und der sechste Zuwachs in Folge. Für das gesamte Jahr rechnet die Bahn deshalb mit einem weiteren Fahrgastrekord von 150 Millionen Passagieren - trotz vieler Verspätungen und Zugausfälle.

Allerdings steht diesem positiven Trend ein negativer gegenüber: Im selben Zeitraum ging der operative Gewinn der Bahn erneut stark zurück. Laut Bahn lag er in den ersten sechs Monaten von 2019 mit 757 Millionen gut ein Fünftel unter dem Vorjahreshalbjahr (974 Millionen). Die Bahn führte für diesen Rückgang von 22 Prozent Maßnahmen zur Verbesserungen von Qualität und Leistungsfähigkeit ins Feld. Schon für das erste Halbjahr 2018 hatte der staatseigene Konzern einen kräftigen Gewinnrückgang vermelden müssen.

"Starke Schiene" gegen schlechten Ruf

Die Bahn steht schon länger unter Druck, weil viele Reparaturen am Streckennetz fällig sind und die Flotte zuverlässiger werden soll. Das größte Problem um vergangenen Jahr waren allerdings Zugverspätungen und -ausfälle. Im ersten Halbjahr 2019 konnte der Konzern die Pünktlichkeitsquote im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht verbessern - im Gegenteil: Sie lag mit 77,2 Prozent sogar leicht darunter (77,4 Prozent).

Im Juni hatte es heftige Unwetter und starke Hitze gegeben, was die Quote drückte. Ein Zug gilt in der Statistik noch als pünktlich, wenn er bis unter sechs Minuten nach Fahrplanzeit eintrifft. Vor allem diese Verspätungen schaden dem Ruf des bundeseigenen Konzerns.

Mit dem Konzept namens "Starke Schiene" will die Bahn nun kräftig aufstocken. Im Fernverkehr soll die Zahl der Fahrgäste bis 2030 nahezu verdoppelt werden, in Regionalzügen soll sie um die Hälfte zulegen. Die Zahl der Fernverkehrszüge soll von rund 460 auf bis zu 600 wachsen. Außerdem will die Bahn in den nächsten Jahren 100.000 neue Mitarbeiter einstellen und mit mehr Verkehr auf der Schiene entscheidend für mehr Klimaschutz sorgen.

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