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Weniger Erstanträge auf Asyl

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BAMF-Chef - Weniger Erstanträge auf Asyl

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Die Zahl der Asyl-Erstanträge sinkt. In diesem Jahr würden es etwas weniger als im Vorjahr, erwartet BAMF-Chef Sommer.

Archiv: Ein Flüchtling am 20.12.2016 in der Erstaufnahmestelle in Suhl (Thüringen) nach seiner Registrierung
Zahl der Asylanträge sinkt: Erstaufnahmestelle
Quelle: DPA

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge rechnet für dieses Jahr mit etwas weniger neuen Asylanträgen als 2018. Das berichtet die "Bild am Sonntag". "Wir stehen derzeit bei etwa 110.000 Erstanträgen", sagte BAMF-Chef Hans-Eckard Sommer dem Blatt. "Ich gehe davon aus, dass wir bis Ende des Jahres bei 140.000 bis 145.000 landen werden, also noch etwas weniger als 2018." Im vergangenen Jahr waren es gut 160.000 Erstanträge.

"Auch wenn die Behörden die derzeitigen Mengen bewältigen können, kommen noch zu viele auf dem Asylweg", so Sommer weiter. Nur 35 bis 38 Prozent aller Anträge würden anerkannt. "Das heißt: Fast zwei Drittel der Personen, die nach Deutschland kommen, haben keinen Asylgrund."

Institut: Wirtschaft braucht Zuwanderer

Die Integration der seit 2015 gekommenen Flüchtlinge kommt nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung derweil voran. Neue IAB-Zahlen aus dem Juli zeigten, dass die Beschäftigungsquote dieser Gruppe bei 38 Prozent liege, sagte Institutsleiter Bernd Fitzenberger der "Welt am Sonntag". Davon seien 82 Prozent sozialversicherungspflichtig beschäftigt. "Das ist schon ganz erfolgreich." In vielen Fällen handele es sich um Helfertätigkeiten. "Aber viele nutzen die Qualifikationen aus dem Heimatland", sagte der IAB-Direktor. "48 Prozent der beschäftigten Geflüchteten üben eine Fachkraft-Tätigkeit aus, fünf Prozent arbeiten sogar als Spezialisten und Experten."

Handlungsbedarf sieht Fitzenberger bei der Zuwanderung: "Wir bräuchten netto ein jährliches Plus von 400.000 Personen, um die derzeitige Anzahl an Erwerbstätigen langfristig zu halten. Andernfalls kann es sein, dass Produktion nicht mehr in Deutschland stattfindet", sagte er der "Welt am Sonntag". "Aber es ist nicht einfach zu erreichen, dass auf Dauer jährlich 400.000 Zuwanderer zu uns kommen." Ein Grund sei, dass Abschlüsse oft nicht vergleichbar seien.

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