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Online-Banking per Smartphone - Banking-Apps - wie sicher sind sie?

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Nerviges Schlange-Stehen am Bank-Schalter war gestern - heute gibt es Banking-Apps. Aber: Wie sicher sind sie, was können sie? Stiftung Warentest hat 38 Anwendungen getestet.

Banking mit dem Smartphone
Banking mit dem Smartphone Quelle: colourbox.de

Kontostand abfragen, Geld überweisen, Daueraufträge einrichten: Online-Banking ist beliebt. Immer mehr Bundesbürger erledigen ihre Bankgeschäfte übers Internet – die meisten am PC. Nur eine Minderheit benutzt dafür bislang das Smartphone, heißt es in Umfragen. Viele Nutzer haben offenbar Bedenken, wenn es um die Sicherheit von Geldgeschäften mit dem Smartphone geht.

Nicht alle Smartphones sind sicher

Stiftung Warentest gibt Entwarnung – zumindest für die Besitzer neuer Smartphones. Banking per App sei genauso sicher wie Online-Banking am Computer. "Die Apps stellen wie beim Online-Banking am PC eine sichere Verbindung mit dem Bankserver her", erklären die Warentester, die für die Zeitschrift "Finanztest" 38 Banking-Apps untersucht haben. Wichtig sei, dass der Nutzer seine App nur aus den offiziellen Download-Shops beziehe und sein Betriebssystem immer aktuell halte.

Anders sieht es für Besitzer älterer Android-Smartphones aus. Während Apple auch betagte iPhones regelmäßig mit Updates versorgt, liefern die Hersteller von Android-Smartphones Sicherheitsupdates oft nur für die neuesten Modelle aus. Auf vielen älteren Geräten laufen daher unsichere Versionen des Android-Betriebssystems. "Wir empfehlen deshalb, auf Smartphones, deren Betriebssystem nicht mehr aktualisiert wird, zu verzichten", so Stefan Fischer von Stiftung Warentest auf Nachfrage von heute.de. Ob das eigene Smartphone noch aktualisiert wird, kann man beim Hersteller oder durch eine Netzrecherche herausfinden.

Rechnungen werden fotografiert

"Für unseren Vergleich haben wir die Apps der großen Banken, aber auch von Drittanbietern getestet", heißt es im Bericht von Stiftung Warentest. Dabei wurde neben der Handhabung der Apps zum Beispiel geprüft, wie gut Umsatzabfragen und Überweisungen klappen. Auch Datenschutz und Allgemeine Geschäftsbedingungen der App-Hersteller standen auf dem Prüfstand. Zudem wurde untersucht, ob die Apps Funktionen besitzen, die wie zum Beispiel die Fotoüberweisung die Erledigung der Bankgeschäfte erleichtern können.

Bei der Fotoüberweisung wird die Rechnung mit dem Smartphone fotografiert. Das Foto wird an einen Server geschickt, wo ein Algorithmus die Rechnungsdaten ausliest und an die App zurückschickt. Die Daten werden dann automatisch in das Überweisungsformular eingetragen. Mehr als die Hälfte der getesteten Apps bietet ihren Nutzern die bequeme Fotoüberweisung an, darunter auch der Testsieger, die Banking-App der Sparkassen.

Überweisungsdaten werden importiert

Sechs Apps geben ihren Nutzern zudem die Möglichkeit, Rechnungen zu importieren, die per E-Mail eingegangen sind und im PDF-Dateiformat vorliegen. Durch Fotoüberweisung und PDF-Import erspart sich der Nutzer das fehleranfällige Eintippen von IBAN, Empfänger, Betrag und Verwendungszweck. Die Fotoüberweisung ist bei allen Banking-Apps kostenlos. Nur bei der "Star Money"-App gibt es diese Funktion lediglich im Rahmen eines kostenpflichtigen Abos.

Manchmal weiß man nicht, ob man eine Rechnung schon beglichen hat. Eine benutzerfreundliche App sollte es dem Nutzer deshalb erleichtern, seine Umsätze nach bestimmten Kriterien zu filtern und zu durchsuchen. Mit Ausnahme der Apps von HypoVereinsbank und ING-Diba bieten alle Banking-Apps solche Filtermöglichkeiten an. Positiv bewerten die Experten von Stiftung Warentest zudem, wenn die Apps per Push-Nachrichten, SMS oder E-Mail über neue Umsätze informieren. Der Bankkunde behalte dadurch leichter den Überblick.

Schutz vor Doppelüberweisungen

Die Hälfte der Apps benachrichtigt den Nutzer bei unbeabsichtigten Doppelüberweisungen – eine nützliche Funktion etwa für den Fall, dass bei Empfangsproblemen nicht sicher ist, ob eine Überweisung erfolgreich abgeschickt wurde. In den Apps der Postbank fehlt eine solche Funktion. Auch die Fotoüberweisung und das Importieren von Rechnungen sucht man hier vergebens. Zusammen mit der "Mobile Banking"-App der Targobank belegt der "Postbank Finanzassistent" im Ranking der Stiftung Warentest den letzten Platz.

Zwölf der 38 Apps schlossen den Test mit "gut" ab, vier mit "ausreichend". Die anderen bekamen ein "befriedigend". Mit "mangelhaft" wurde keine App bewertet, mit "sehr gut" aber auch nicht. Der Testsieger "Sparkassen-App" schnitt auf Android-Geräten genauso gut ab wie auf iPhones. Auf beiden Betriebssystemen überzeugten laut Stiftung Warentest auch die Apps "Banking 4", "Finanzblick" und "Outbank".

Trend geht zum Multibanking

Stiftung Warentest hat Banking-Apps nicht zum ersten Mal getestet. Im Vergleich zum Test aus dem Jahr 2015 fällt auf, dass immer mehr Apps multibankenfähig sind. Das bedeutet: In die meisten Apps lassen sich Konten verschiedener Banken einbinden und verwalten. So muss man zum Beispiel kein Sparkassenkunde sein, um die "Sparkassen-App" zu benutzen. Auf Funktionen wie den Import von Rechnungen im PDF-Format muss man dann jedoch verzichten.

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