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Neue Regeln für Online-Zahlungen

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Bankkunden müssen sich umstellen - Neue Regeln für Online-Zahlungen

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Eine neue EU-Richtlinie steht kurz vor der Umsetzung: Verbraucher müssen Zahlungen im Netz künftig auf zwei verschiedenen Wegen autorisieren.

Neue Regeln für Online-Zahlungen. Symbolbild
Neue Regeln für Online-Zahlungen. Symbolbild
Quelle: Jens Kalaene/dpa

Bankkunden müssen sich ab diesem Samstag umstellen: Online-Banking und -Käufe werden etwas komplizierter - sollen dadurch aber auch sicherer werden. So gilt künftig die Pflicht zur "starken Kundenauthentifizierung".

Das heißt: Jeder Kunde muss seine Identität mit zwei voneinander unabhängigen Komponenten nachweisen. Um eine Überweisung online freizugeben, braucht man erstens die Geheimnummer (PIN) und kann sich zweitens zum Beispiel per SMS eine einmalig gültige Transaktionsnummer (TAN) schicken lassen.

Gedruckte TAN-Listen verlieren Gültigkeit

Etliche Institute bieten zudem ein "PhotoTAN"-Verfahren an: Dabei erscheint im Online-Banking ein Barcode, den man abfotografieren muss. Daraufhin wird eine TAN generiert und die Buchung abgewickelt.

Gedruckte TAN-Listen verlieren ihre Gültigkeit. Nach EU-Recht dürfen Kreditinstitute dieses sogenannte iTAN-Verfahren für Überweisungen vom Girokonto nicht mehr anbieten. Denn die für das Online-Banking notwendigen Transaktionsnummern müssen künftig dynamisch generiert werden. Das ist mit einer Zahlenfolge auf Papier nicht möglich.

Die europäische Zahlungsdiensterichtlinie ("Payment Service Directive"/"PSD2"), in der das alles geregelt ist, bricht zudem das Monopol der Banken beim Zugriff auf Kontodaten. Künftig müssen Geldhäuser auch Drittanbietern wie Finanz-Start-ups (Fintechs) den Zugriff auf Daten ihrer Kunden ermöglichen. Diese könnten dann - mit Zustimmung des Kunden - ihre Dienstleistungen anbieten.

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