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BASF baut weltweit 6.000 Stellen ab

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Bis Ende 2021 - BASF baut weltweit 6.000 Stellen ab

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Nach einem Gewinneinbruch soll der Chemiekonzern BASF wieder auf Profit getrimmt werden. 6.000 Jobs fallen bei dem Dax-Konzern weg, die Hälfte davon in Deutschland.

Archiv: Werksgelände von BASF in Ludwigshafen am 26.02.2015
Rund 3.000 Arbeitsplätze sollen in Deutschland wegfallen, der überwiegende Teil davon am Standort Ludwigshafen.
Quelle: dpa

Der Chemiekonzern BASF will bis Ende 2021 weltweit 6.000 Stellen abbauen. Rund 3.000 Arbeitsplätze sollen in Deutschland wegfallen. Der überwiegende Teil davon entfalle auf den Standort Ludwigshafen, sagte ein BASF-Sprecher in Ludwigshafen. Das Unternehmen wolle die Verwaltung verschlanken sowie Abläufe und Prozesse vereinfachen. Erste

Änderungen der neuen Firmenstruktur sollen Anfang Januar 2020 in Kraft treten. Ab Ende 2021 sollten damit jährlich 300 Millionen Euro eingespart werden. BASF werde aber weiter Bedarf an zusätzlichen Mitarbeitern für Produktion und Digitalisierung haben, "jedoch abhängig von zukünftigen Wachstumsraten", hieß es weiter. Ende 2018 beschäftigte der Konzern weltweit 122.000 Mitarbeiter.

BASF will flexibler, kreativer werden

Der Konzern will sich intern neu aufteilen: Während Bereiche wie Wartung, Digitale Infrastruktur und Einkauf in eigene Service-Einheiten zusammengefasst werden, soll die Rolle der Ländergesellschaften weiter geschärft werden. Beim "Aufbau der neuen Organisation" werde BASF sich darauf konzentrieren, "Synergien zu heben, Schnittstellen zu reduzieren und mehr Flexibilität und Kreativität zu ermöglichen", erklärte BASF-Chef Martin Brudermüller. Die Kunden sollten den Konzern "neu erleben".

Der Personalabbau ist Teil eines im vergangenen November angekündigten umfassenden Konzernumbaus, mit dem BASF sein Ergebnis ab 2021 um insgesamt zwei Milliarden Euro jährlich steigern will. Zu den Maßnahmen gehören ein Effizienzprogramm für die Fabriken, bessere Logistik und Vernetzung der Standorte. Der Konzern prüft auch den Verkauf einzelner Unternehmensteile.

Handelsstreit mit USA setzt Konzern zu

Wir befinden uns insgesamt in einem schwierigeren Fahrwasser, als wir das im Februar erwartet haben.
BASF-Finanzchef Hans-Ulrich Engel

Die Aussichten für den Chemiekonzern sind angesichts der sich eintrübenden Weltkonjunktur durchwachsen. Der Handelskonflikt der USA mit dem Rest der Welt belastet auch BASF, das stark auf China setzt. "Wir befinden uns insgesamt in einem schwierigeren Fahrwasser, als wir das im Februar erwartet haben", hatte Finanzchef Hans-Ulrich Engel kürzlich erklärt.

BASF erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 63 Milliarden Euro. Der Nettogewinn betrug 4,7 Milliarden Euro.

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