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Nach Weltbericht zum Artensterben - Bauernpräsident nimmt Landwirte in Schutz

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Viele Tier- und Pflanzenarten sind laut Weltbiodiversitätsrat vom Aussterben bedroht. Die deutschen Landwirte würden bereits viel für die Natur tun, sagt Bauernpräsident Rukwied.

Nach der Veröffentlichung des Weltberichts zum Zustand der Natur hat der deutsche Bauernpräsident Joachim Rukwied zum Handeln aufgefordert. "Der Bericht ist besorgniserregend und da ist Handlungsbedarf angesagt. Wir haben vor 50 Jahren 3,5 Milliarden Menschen auf der Erde gehabt, jetzt über 7,5 Milliarden - und im Jahr 2100 sollen es zehn Milliarden sein. Diese Menschen brauchen Lebensraum, die brauchen Städte,  diese Menschen müssen ernährt werden", sagte Rukwied im ZDF Morgenmagazin.

Präsident betont Maßnahmen für die Natur

In dem am Montag veröffentlichten globalen Bericht hatte der Weltbiodiversitätsrat IPBES in Paris festgestellt, dass von geschätzt acht Millionen Tier- und Pflanzenarten weltweit rund eine Million vom Aussterben bedroht sind. In Deutschland stehe vor allem die Landwirtschaft in der Pflicht, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) am Rande eines Treffens von G7-Umweltministern im französischen Metz. Es gehe um nichts Geringeres "als darum, dass wir auf dieser Erde überleben". Wie beim Klimaschutz werde es ein "weltweites Abkommen" brauchen, um das Artensterben zu bremsen, erklärte Schulze.

Rukwied nahm die deutschen Bauern im ZDF-Interview in Schutz: Sie würden bereits viel für die Biodiversität tun - ob Blühstreifen, Blühpatenschaften oder Forschungspatenschaften. "Wir sind da schon dabei", betonte er. "Aber das muss alles ausgewogen sein, denn als Menschen wollen und müssen wir ja auch ernährt werden."

Rukwied fordert Bürger zum Mithandeln auf

Die deutsche Landwirtschaft sei auf einem guten Weg und den wolle man mit Gesellschaft und Wissenschaft weiter gehen. Allerdings sei auch jeder einzelne Bürger gefragt und gefordert, seinen Anteil beizutragen, etwa über die Anpassung des Lebensstils. Rukwied forderte mehr Unterstützung von Agrar-Umweltmaßnahmen aus der Politik, um die Biodiversität in den ländlichen Raum zu bringen. "Hier müssen wir begleitet werden, hier muss die Forschung uns unterstützen. Wir Bauern, nochmals, wir sind bereit dazu und wir machen schon viel", sagte der Bauernpräsident.

Mehr zum IPBES-Bericht finden Sie hier:

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von Manfred Kessler
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