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Grünes Licht für Übernahme - Bayer streicht den Namen Monsanto

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Nun geht alles ganz schnell: Schon an diesem Donnerstag soll die Monsanto-Übernahme durch Bayer perfekt sein. Den belasteten Namen Monsanto will der Chemiekonzern jedoch streichen.

Bayer - Wuppertal
Bayer will Monsanto-Übernahme am Donnerstag abschließen.
Quelle: dpa

Der Name Monsanto werde nach der Fusion "als Unternehmensname nicht fortgeführt", teilte der Pharma- und Agarchemiekonzern Bayer am Montag mit. Am Donnerstag soll die Übernahme des US-Saatgutkonzerns demnach abgeschlossen sein. "Bayer wird am 7. Juni der alleinige Eigentümer der Monsanto Company", teilte das Leverkusener Unternehmen mit. Der Kaufpreis liege derzeit bei 63 Milliarden Dollar. Bis dahin war die Übernahme stets auf 62,5 Milliarden Dollar (rund 50 Milliarden Euro) beziffert worden.

Monsanto ist der weltgrößte Hersteller von Saatgut. Der US-Konzern produziert unter anderem aber auch das viel kritisierte Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat sowie gentechnisch veränderte Pflanzen. Deshalb ist die Firma seit Jahren Zielscheibe von Gegnern der industriellen Landwirtschaft.

Genehmigungen in rund 30 Ländern eingeholt

Bayer hatte im Mai 2016 seine Absicht angekündigt, Monsanto zu übernehmen. Erst vor wenigen Tagen war die letzte wichtige Kartell-Genehmigung in den USA erteilt worden. Im März hatte bereits die EU-Kommission zugestimmt. Da Bayer und Monsanto fast rund um den Globus Geschäfte machen, mussten Genehmigungen in rund 30 Ländern eingeholt werden. Sie machten Bayer strenge Auflagen, so dass am Ende nicht nur der Kaufpreis höher ausfiel als ursprünglich geplant.

Der Agrarkonzern Monsanto wird bald zu Bayer gehören - samt Glyphosat, Gentechnik und Drohnen.

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Auch was die Größe der zu veräußernden Teile angeht, hatte Bayer ursprünglich mit weniger gerechnet. In zwei Tranchen muss sich der deutsche Konzern unter anderem von seinem Gemüse- und Feldsaatgut-Geschäft, von Aktivitäten bei "Digital Farming" sowie vom weltweiten Geschäft mit Glufosinat-Ammonium trennen - insgesamt geht damit ein Umsatzvolumen von 2,2 Milliarden Euro an den Rivalen BASF. Der zahlt dafür rund 7,6 Milliarden Euro.

Bayer übernimmt hohe Schulden und Risiken

Dem Verkauf stimmte die EU-Kommission Anfang Mai unter Auflagen zu. Gleichzeitig mit den US-Behörden teilte sie in der vergangenen Woche zudem mit, dass sie BASF für den geeigneten Käufer halte. Es ist die größte Übernahme eines deutschen Unternehmens im Ausland. Einen großen Teil des Kaufpreises will Bayer mit Eigenkapital stemmen - ursprünglich war rund ein Drittel geplant. Darin sind unter anderem vier Milliarden Euro aus einer Pflichtwandelanleihe enthalten, die Bayer bereits im November 2016 ausgegeben hatte. Die Käufer können die Anleihe also zu einem bestimmten Zeitpunkt in Aktien umwandeln.

Zudem erwarb der Singapur-Staatsfonds Temasek 3,6 Prozent der Bayer-Aktien für rund drei Milliarden Dollar, die ebenfalls der Eigenkapitalseite zugute kommen. Als jüngste Maßnahme verkündete Bayer eine lange angekündigte Kapitalerhöhung von sechs Milliarden Euro. Über die Höhe war vielfach spekuliert worden.

Mit dem Monsanto-Kauf übernehmen die Leverkusener aber auch hohe Schulden und Risiken. Monsanto werden ruppige Geschäftsmethoden vorgeworfen. Der Konzern steht zudem für sein Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in der Kritik, das Sammelkläger und einige Studien für krebserregend halten. Ab 2022 rechnet Bayer damit, dass die Übernahme jährlich 1,2 Milliarden US-Dollar zum operativen Ergebnis (Ebitda) beiträgt. Ursprünglich hatten die Leverkusener dafür 1,5 Milliarden Dollar angepeilt.

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