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Modelle A6 und A7 - Dieselskandal: Audi erneut im Visier

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Erst im Januar hatte Audi Dieselmodelle zurückrufen müssen. Jetzt ermitteln die Behörden wieder gegen den Autobauer wegen möglicher Abgas-Manipulation.

Audi hat offenbar eine weitere unzulässige Abgassoftware in einigen Dieselautos eingesetzt. Insgesamt seien mehr als 60.000 Fahrzeuge betroffen.

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Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ermittelt wegen einer weiteren Betrugssoftware gegen den Autobauer Audi. Die Behörde habe eine amtliche Anhörung eingeleitet, bstätigte ein KBA-Sprecher einen "Spiegel"-Bericht. Es geht um den Verdacht auf eine unzulässige Abschalteinrichtung bei Audi V6TDI-Fahrzeugen der Modelle A6 und A7 und beim auslaufenden C7. Auch das Verkehrsministerium bestätigte das. Dem Verkehrsministerium zufolge sollen rund 33.000 Dieselautos in Deutschland und weltweit insgesamt rund 60.000 Fahrzeuge betroffen sein.

Der Autobauer hat nun in der Anhörung Gelegenheit, seine Sicht der Dinge darzulegen. Bestätigt es sich, dass die Fahrzeuge eine unzulässige Abschalteinrichtung haben, drohen verpflichtende Rückrufe, wie dies bereits bei Millionen von VW-Dieselautos der Fall war. Audi selbst teilte mit, man habe in der Steuerungssoftware der betroffenen Modelle "Auffälligkeiten" festgestellt. Die Auslieferungen in den Handel sei gestoppt worden.

AdBlue-Drosselung vorm nächsten Service?

Wie der "Spiegel" berichtet, soll bei den Fahrzeugen eine Software zum Einsatz kommen, die die Abgasreinigung herunterfährt, sobald das AdBlue zur Neige geht. Dabei handelt es sich um Harnstoff, den Katalysatoren brauchen, um Stickoxide aus den Abgasen zu filtern. Allerdings soll AdBlue nicht vom Kunden selbst, sondern erst beim nächsten Servicetermin in der Werkstatt nachgefüllt werden. Deshalb soll Audi die Einspritzung des Harnstoffs in den letzten 2.400 Kilometern, bevor er zur Neige geht, deutlich reduziert haben. Dadurch steige aber der Stickoxid-Ausstoß sprunghaft an, so der Bericht.

Erst im Januar hatte Audi zahlreiche Dieselmodelle - darunter auch den A6 - wegen einer anderen Abschalteinrichtung zurückrufen müssen. Diese Software hatte den Stickoxid-Ausstoß zwar in standardisierten Messverfahren reduziert, nicht aber im Normalbetrieb. Wegen einer entsprechenden Software ermitteln Behörden weltweit gegen zahlreiche Autobauer.

Unzulässige Abschalteinrichtungen und drohende Fahrverbote haben dem Image von Diesel-Fahrzeugen schwer zugesetzt. In vielen Städten werden Schadstoff-Grenzwerte überschritten. Dabei geht es um den Ausstoß gesundheitsschädlicher Stickoxide. Diesel sind ein Hauptverursacher. Die Neuzulassungen von Dieselfahrzeugen sind seit Monaten auf Talfahrt.

Kosten und Nutzen der Nachrüstungen

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