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Bei D-Day-Gedenkfeier - Macron appelliert an US-Präsident

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Zehntausende Soldaten der Alliierten landeten 1944 in der Normandie, um Europa von den Nazis zu befreien. Bei der gemeinsamen Gedenkfeier redet Macron Trump ins Gewissen.

Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich.
Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich.
Quelle: Alex Brandon/AP/dpa

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat beim Gedenken an den D-Day US-Präsident Donald Trump an seine historische Verantwortung erinnert. "Amerika, lieber Präsident Trump, ist immer dann am größten, wenn es für die Freiheit der anderen gekämpft hat", sagte Macron auf dem US-Militärfriedhof Colleville-sur-Mer.

Zudem beschwor er in seiner Rede auch die Verbundenheit der beiden Nationen. Er erinnerte an die Opfer Zehntausender Soldaten, die am 6. Juni 1944 in der Normandie an Land gegangenen waren.

Amerika, lieber Präsident Trump, ist immer dann am größten, wenn es für die Freiheit der anderen gekämpft hat.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron

Macron sagte in seiner Rede, die als Mahnung an Trump verstanden wurde: "Wir müssen den Kern des Versprechens der Normandie wiederfinden." Auch 75 Jahre nach dem Kampf gegen Hitler-Deutschland gehe es um ein Bündnis "der Länder, die die gleichen Werte teilen: die der Demokratie und der Freiheit". Als beispielhaft nannte Macron Institutionen wie die EU und die UNO, die Trump regelmäßig kritisiert. Frankreichs Präsident sagte: "Wir dürfen niemals aufhören, die Allianz der freien Völker am Leben zu halten."

Trump betonte dagegen die "unverwüstliche" Einigkeit der Verbündeten. Sie sei "in der Hitze des Kampfes geschmiedet, in den Prüfungen des Kriegs getestet und mit den Segnungen den Friedens bewiesen" worden, betonte er. Das Verhältnis zwischen den USA und der EU ist unter anderem wegen Trumps Unterstützung für den Brexit und seiner Drohung mit Handelssanktionen angespannt.

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