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CSU-Pläne - Höhere Mütterrente gleich höhere Beiträge?

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Die CSU will die Mütterrente ausweiten. Für Frauen, deren Kinder vor 1992 geboren sind. Das würde ältere mit jüngeren Müttern gleichstellen. Doch das kostet.

Wort Mütterrente auf einem Rentenbescheid
Wort Mütterrente auf einem Rentenbescheid Quelle: dpa

Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV-Bund) hat die Jamaika-Unterhändler davor gewarnt, die Mütterrente erneut ohne Steuermittel anzuheben. Sollten sich CDU, CSU, FDP und Grüne dazu entschließen, "so wäre ein Beitragssatzanstieg in der Legislaturperiode wahrscheinlich", sagte die Präsidentin des Versicherer-Bundes, Gundula Roßbach. Auch eine Aufstockung der Renten für Geringverdiener müsse aus Steuermitteln finanziert werden, fügte sie hinzu.

Seit 2014 wird rund 9,5 Millionen Frauen mit vor 1992 geborenen Kindern bei der Rente ein zusätzliches Jahr Erziehungszeit angerechnet. Die CSU will ein weiteres Jahr anerkennen. Dann wären ältere Mütter vollständig mit Frauen gleichgestellt, die nach 1992 Kinder zur Welt gebracht haben.

DRV-Bund: Mütterrente gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Die Mütterrente ist nach Ansicht der DRV-Bund eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und sollte deswegen aus Steuermitteln aufgebracht werden. Ein Rentenpunkt für diese Frauen kostet demnach zwischen sechs und sieben Milliarden Euro. Was das konrekt für Beitragszahler bedeuten würde, blieb unklar.

Am Montag wollen die Jamaika-Unterhändler die Sondierungen fortsetzen und unter anderem über die Rentenpolitik beraten. Roßbach forderte sie auf, den Beitragszahlern neue Grenzen bei Rentenniveau und -beiträgen für die Zeit nach 2030 aufzuzeigen. Die bis dahin festgeschriebenen Haltelinien sind 43 Prozent beim Rentenniveau und 22 Prozent vom Brutto bei den Beiträgen. Zur Zeit liegen die Beiträge bei 18,7 Prozent. Das Rentenniveau zeigt das Verhältnis der Standardrente eines Jahres zum Durchschnittsverdienst an.

Informationen über alle Vorsorgesystem verlangt

Die Chefin der DRV-Bund verlangte eine einheitliche Information über alle Altersvorsorgesysteme. "Nur so erhalten die Versicherten einen Gesamtüberblick über ihre Ansprüche aus den Einzelsystemen der Alterssicherung und können eine sachgerechte Entscheidung über ihre Altersvorsorge treffen. Die neue Regierung sollte hierfür eine entsprechende Rechtsgrundlage schaffen."

Arbeit und Rente: Darum streiten die Jamaika-Parteien

"maybrit illner" vom 12. Oktober zur Frage: " Koalition nur für Eliten – wie sozial wird Jamaika?"

Beitragslänge:
62 min
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