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Benzin und Diesel - Günstig Sprit tanken für die Ferien

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Zum Ferienbeginn steigen die Benzinpreise. Wer im Ausland abseits der Autobahnen tankt, kann etwas sparen. Nicht aber in Dänemark, Frankreich oder in den Niederlanden.

Den Tankstellen geht der Sprit aus. Symbolbild
Der ADAC rät davon ab, an Autobahn-Raststätten zu tanken.
Quelle: epa Lusa FORRA/Lusa/dpa

Wer mit dem Auto in die Ferien aufbricht, sollte unbedingt am Vorabend tanken. "Die Benzinpreise an den Tankstellen wechseln mehrmals im Tagesverlauf. Am günstigsten tankt man abends ab 19 Uhr", rät Melanie Mikulla vom ADAC. "Frühmorgens zwischen 6 und 9 Uhr ist das Benzin am teuersten."

Tankstellen auf Autobahnen meiden

Der ADAC rät davon ab, an Autobahn-Raststätten zu tanken – denn hier seien Benzin und Diesel überdurchschnittlich teurer. "Es empfiehlt sich, kurz von der Autobahn zu fahren und in einem angrenzenden Ort zu tanken", sagt Mikulla. Mithilfe von Apps können unterwegs die Preise an den Tankstellen verglichen werden. "Auch hier lassen sich oftmals einige Cent pro Liter sparen."

Urlauber, die nach Italien fahren, sollten unbedingt in Österreich noch mal den Tank füllen, da hier das Benzin günstiger ist. In Österreich heißen die gelben Engel ÖAMTC. Der Autofahrerclub hat einen Sprit-Preisvergleich, den man sowohl am PC als auch per App nutzen kann. Eine andere Variante ist der Spritpreisrechner der österreichischen Energie-Regulierungsbehörde, der ebenfalls am PC oder mobil funktioniert.

Österreich günstig, Niederlande teuer

Der Spritpreis hat nicht nur etwas mit dem weltweiten Ölhandel zu tun, sondern auch mit nationalen Steuern. Jedes EU-Land erhebt unterschiedliche Steuern auf Benzin und Diesel. Deswegen schwankt der Preis in der EU auch - und kostet zum Beispiel 1,11 Euro pro Liter in Bulgarien oder 1,63 Euro in den Niederlanden.

Unter Deutschlands Nachbarländern ist der Sprit in Luxemburg am günstigsten. Laut der EU-Kommission kostete am 24. Juni 2019 in Luxemburg ein Liter Benzin 1,20 Euro. Ebenfalls günstig ist das Benzin in Polen (1,22 Euro), Österreich (1,25 Euro) und Tschechien (1,28 Euro).

Gelbwesten gegen hohe Benzinpreise

Demonstranten in gelben Warnwesten an Autobahn-Mautstelle in Antibes, Frankreich am 19.11.18
Die Gelbwesten-Bewegung in Frankreich ist zunächst aus Protest gegen steigende Benzinpreise entstanden.
Quelle: dpa

Teurer ist das Benzin in Belgien (1,42 Euro), Frankreich (1,51 Euro), den Niederlanden (1,63 Euro) oder Dänemark (1,61 Euro). Im Nicht-EU-Land Schweiz ist das Benzin mit etwa 1,40 Euro pro Liter etwas billiger als in Deutschland (1,48 Euro). Je nach Route und Startpunkt kann es sich also lohnen, zum Beispiel mit halb vollem Tank in Deutschland loszufahren und dann in Österreich oder in Luxemburg vollzutanken.

Mit Blick auf die Klimastreiks ist in manchen europäischen Hauptstädten eine Erhöhung der sogenannten Ökosteuer im Gespräch. Allerdings dürfte mit Kontroversen wie in Frankreich zu rechnen sein. In Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron mit den Kritikern seiner Energiesteuer zu kämpfen. Die Gelbwesten-Bewegung ist zunächst aus Protest gegen steigende Benzinpreise entstanden.

Wahlversprechen: Kampf gegen Klimawandel

Man könne nicht montags für die Umwelt sein und am Dienstag gegen die Erhöhung der Benzinpreise, argumentiert hingegen Macron. Er sieht den Kampf gegen den Klimawandel als eines seiner Wahlversprechen und wolle daher den Kurs nicht ändern, sagte Macron.

Befürchtungen, die Spannungen zwischen dem Iran und den USA könnten die Ölpreise dramatisch nach oben treiben, haben sich hingegen nicht erfüllt. Nach dem Angriff auf Tanker im Golf von Hormuz und dem Abschuss einer US-Aufklärungsdrohne durch den Iran reagierte der Ölmarkt zwar mit steigenden Preisen. Allerdings hatten die Händler einen stärkeren Preisanstieg erwartet.

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