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Berechnungen der Länder - Ganztagsbetreuung wird teurer

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Bis 2025 soll jedes Grundschulkind einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung haben. Dafür müssten die Länder tief in die Tasche greifen.

Schüler in einer Ganztagsschule bekommen Mittagessen. Symbolbild
Die Länderminister sehen steigenden Bedarf bei der Ganztagsbetreuung.
Quelle: Roland Weihrauch/dpa

Nach aktuellen Berechnungen der Länder würde der geplante Rechtsanspruch für Grundschulkinder auf einen Ganztagsplatz deutschlandweit zusätzliche Kosten von 7,7 Milliarden Euro jährlich verursachen. Das geht aus einem Papier der Kultusministerkonferenz (KMK) hervor. Grund sind demnach vor allem die Kosten für Personal.

Die Summe übersteige das durch den Bund in Aussicht gestellte einmalige Angebot von zwei Milliarden Euro für die Umsetzung des Rechtsanspruchs bei weitem, heißt es in dem Papier.

Steigende Nachfrage einkalkuliert

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hatte zuletzt bekräftigt, die Pläne der GroKo bis 2025 umsetzen zu wollen. Der Ausbau der Ganztagsbetreuung an Grundschulen ist ein Thema der Kultusministerkonferenz (KMK), zu der sich die Ressortchefs diese Woche in Wiesbaden treffen. Den KMK-Vorsitz hat derzeit Hessen, am Freitag sollen die Ergebnisse der Konferenz präsentiert werden.

Die Länder gehen bei ihren Berechnungen unter anderem von einer Betreuungsquote von 90 Prozent aus, da sie erwarten, dass sich die Elternwünsche mit einem Rechtsanspruch verändern. In einer Studie des Deutschen Jugendinstituts hatten Experten eine Versorgungsquote von höchstens 71 Prozent zugrunde gelegt. Daraus ergaben sich nach Berechnungen des Instituts jährliche zusätzliche Betriebskosten von 2,6 Milliarden Euro ab 2025.

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