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Seuche in Zentralafrika - Bereits 100 Ebola-Tote im Ost-Kongo

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Im Osten des Kongos sind bereits 100 Menschen an der gefährlichen Seuche Ebola gestorben. Bei allen Opfern sei das gefährliche Virus mit Labortests nachgewiesen worden, hieß es.

Archiv: Training gegen das Ebola-Virus der kongolesische Beamte und der Weltgesundheitsorganisation, aufgenommen am  11.08.2018  in Beni
Training gegen das Ebola-Virus im Kongo (Archivbild vom 11.08.2018)
Quelle: Reuters

Weitere 35 Tote galten als Ebola-Verdachtsfälle, die Infektion wurde aber nicht eindeutig nachgewiesen, teilte das kongolesische Gesundheitsministerium weiter mit. Insgesamt 211 Menschen hätten sich aller Wahrscheinlichkeit nach seit Beginn der Epidemie Ende Juli mit dem hämorrhagischen Fieber angesteckt, 55 Patienten konnten bislang wieder geheilt werden, so das Ministerium.

Zehnte Epidemie

Der Ebola-Ausbruch in der Provinz Nord-Kivu ist bereits die zehnte Epidemie im Kongo seit der Entdeckung der Krankheit dort in den 1970er-Jahren. Das zentralafrikanische Land hat daher Erfahrung in der Bekämpfung kleinerer Ausbrüche der nach einem kongolesischen Fluss benannten Krankheit. Die neue Epidemie betrifft allerdings eine Großstadt und ein Gebiet mit problematischer Sicherheitslage.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte erst am Freitag, dass die feindselige Haltung von Teilen der Bevölkerung in Beni und anhaltende Rebellen-Angriffe in Nord-Kivu große Risiken für die Bekämpfung des Virus darstellten. Die Großstadt Beni entwickelt sich zusehends zum Zentrum der gegenwärtigen Epidemie.

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Bei einer Epidemie 2014/2015 starben in Westafrika mehr als 11.000 Menschen. Infizierte Patienten können das Virus leicht übertragen. Forscher vermuten, dass sich Menschen zu Beginn einer Epidemie über den Verzehr von Wildtieren wie Fledermäusen anstecken.

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