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Syrisches Staatsfernsehen - Berichte über Raketenangriff in Syrien

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Erneut meldet Syrien einen Angriff auf sein Militär. Das Staatsfernsehen berichtet von Vorfällen in Aleppo und Hama. Wer hinter den mutmaßlichen Angriffen steht, ist noch offen.

Karte: Syrien - Hama - Aleppo
Dem syrischen Staatsfernsehen zufolge sind mehrere syrische Militärstützpunkte von Raketen getroffen worden.
Quelle: ZDF

Eine Serie von schweren Explosionen soll am Sonntagabend in Syrien mehrere Stützpunkte der Armee und iranischer Milizen erschüttert haben. Das berichten sowohl das Staatsfernsehen als auch die in Großbritannien ansässige und der Opposition nahe stehende syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Staatsfernsehen zeigte Aufnahmen von schweren Explosionen

Nach Angaben der Beobachtungsstelle seien dabei mindesten 26 regierungstreue Kämpfer getötet worden. Ziel der Raketenangriffe seien unter anderem das Hauptquartier der 47. Brigade westlich der Stadt Hama gewesen sowie Stützpunkte nahe des Flughafens von Aleppo. Das Staatsfernsehen zeigte Aufnahmen von schweren Explosionen. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben gibt es bislang nicht. Wer die Raketen abgefeuert habe, ist nach Angaben der Aktivisten bislang unklar. Verschiedene Staatsmedien äußerten die Vermutung, Israel könnte hinter den Angriffen stecken. Das israelische Militär kommentiert derartige Vorgänge grundsätzlich nicht.

Die Brigade 47 setzt sich aus syrischen Regierungstruppen und iranischen Kräften zusammen. Teheran hat Tausende iranische Kämpfer nach Syrien entsandt, die in dem seit sieben Jahren andauernden Bürgerkrieg die Truppen von Präsident Baschar al-Assad unterstützen. Das iranische Staatsfernsehen berichtete unter Berufung auf syrische Medien über den Angriff. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Isna berichtete unter Berufung auf "örtliche Quellen und Aktivisten", bei dem Angriff in einem Vorort von Hama seien 18 Iraner getötet worden, darunter ein Kommandeur.

Israel: Streitkräfte behalten sich Einsätze in Syrien vor

Erst Stunden zuvor hatte Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman erklärt, die Streitkräfte behielten sich weitere Einsätze in Syrien vor. "Wir haben nicht die Absicht, Russland anzugreifen oder uns in innere syrische Angelegenheiten einzumischen", sagte er. Angriffe gegen iranische Milizen schloss er jedoch indirekt nicht aus. "Wenn jemand meint, dass es möglich ist, Raketen abzufeuern oder Israel selbst oder gar unsere Flugzeuge anzugreifen, dann werden wir zweifelsohne antworten, und zwar werden wir sehr heftig antworten", wurde der Minister von israelischen Medien zitiert.

Bei den Zielen handele es sich um Militärdepots, berichtet ZDF-Korrespondent Uli Gack aus Kairo. "Bislang hat sich Israel nicht zum Angriff bekannt", so Nicola Albrecht aus Jerusalem. Im Norden Syriens sind nach Angaben von Beobachtern 26 regierungstreue …

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Nach Liebermans Worten habe Israel genau drei Probleme: "Iran, Iran und Iran." Teheran versuche, die gesamte Region zu destabilisieren, und das nicht nur in Israel. "Schauen Sie einmal nach Jemen, Libanon, Irak und Syrien", sagte Lieberman. Iran unterstütze Stellvertreter rund um Israel. Viele islamistische Bewegungen würden ohne iranische Unterstützung "nicht einmal eine Woche überleben".

Syrien meldete im April mehrfach Raketenangriffe

Regierungsnahe Quellen in Damaskus sagten der Deutschen Presse-Agentur, laute Explosionen seien am Sonntagabend auch nahe dem Stützpunkt Nahar al-Bard zu hören gewesen, der 60 Kilometer nordwestlich von Hama liegt. Auch dort seien iranische Truppen stationiert.

Iran ist neben Russland der engste Verbündete der Regierung von Staatschef Baschar al-Assad. Am 9. April hatten Russland und Syrien Israel für Angriffe auf Stützpunkte nahe Homs mit mindestens 14 Toten verantwortlich gemacht. Am 14. April hatten die USA, Großbritannien und Frankreich Ziele in Syrien aus der Luft attackiert.

Berichte über Raketenangriffe auf Luftwaffenstützpunkte wurden auch am 17. April von syrischen Staatsmedien und der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte verbreitet. Aus syrischen Militärkreisen sowie vom Kommandeur einer syrischen Miliz war damals jedoch zu hören, der Einsatz der syrischen Luftabwehr sei lediglich durch einen falschen Alarm ausgelöst worden. Es habe keinen neuen Angriff auf Syrien gegeben.

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