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Mindestlohn für Azubis beschlossen

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Bessere Bezahlung - Mindestlohn für Azubis beschlossen

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Mindestens 515 Euro im Monat: Ab 2020 soll es einen Mindestlohn für Azubis geben. So will die Bundesregierung die Berufsausbildung attraktiver machen.

Ab 2020 sollen Azubis einen Mindestlohn bekommen. Symbolbild
Ab 2020 sollen Azubis einen Mindestlohn bekommen. Symbolbild
Quelle: Sebastian Kahnert/zb/dpa

Zehntausende Azubis sollen künftig besser bezahlt werden. Der Bundestag hat am Donnerstag die Einführung eines Azubi-Mindestlohns im nächsten Jahr beschlossen. Auszubildende im ersten Lehrjahr sollen dann mindestens 515 Euro im Monat bekommen.

Betrag soll steigen

Der Betrag wird in den folgenden Jahren schrittweise weiter erhöht auf bis zu 620 Euro monatlich im ersten Lehrjahr. Auch im zweiten und dritten Ausbildungsjahr gibt es mehr. Ab 2024 soll der Azubi-Mindestlohn dann automatisch mit der Entwicklung der Lehrlingsgehälter steigen. Die Bundesregierung will mit ihrem Gesetz die Berufsausbildung attraktiver machen und Abbrecherzahlen in der Ausbildung verringern.

Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte im Bundestag, die duale Ausbildung sei neben "Made in Germany" ein Markenzeichen Deutschlands. Erfolg sei aber kein Selbstläufer, betonte sie mit Verweis auf nicht besetzte Lehrstellen. Von der geplanten Mindestvergütung könnten langfristig rechnerisch rund 115.000 junge Menschen profitieren. So viele Azubis verdienten jedenfalls nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit Ende 2017 weniger als 500 Euro im Monat, viele davon sogar weniger als 400 Euro.

Besonders Ost-Azubis abgehängt

In bestimmten Berufen, wie dem Friseurhandwerk und vor allem im Osten bekommen Azubis bisher besonders wenig Geld. Ausnahmen von der Mindestvergütung sind künftig dennoch möglich, wenn Arbeitgeber und Gewerkschaften für einzelne Branchen eigene Vereinbarungen treffen. Der Bundesrat muss der Reform noch zustimmen.

Wichtige Beschlüsse im Bundestag:

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