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Betroffener Zeitraum länger - Rückruf von Antibabypillen erweitert

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Eine Firma ruft eine Antibabypille zurück, weil Anwenderinnen bei der Einnahme Fehler machen und schwanger werden könnten. Was sollen die Frauen jetzt tun?

Logo und Schriftzug von Pfizer.
Logo und Schriftzug von Pfizer.
Quelle: Marijan Murat/dpa

Der Rückruf der Antibabypille "Trigoa" betrifft wohl einen drei Tage längeren Zeitraum als bisher bekannt. Laut einem auf der Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlichten Hinweis an Apotheker und Ärzte sind Frauen über den Rückruf "aktiv zu informieren", die zwischen dem 27. November und dem 6. Dezember ein entsprechendes Rezept eingelöst haben könnten.

Die Herstellerfirma Pfizer erklärte, betroffene Frauen sollten ihren Arzt aufsuchen.

Experte kritisiert Pfizer

Der Pharmaexperte Gerd Glaeske (Universität Bremen) sagte der Deutschen Presse-Agentur, eine Charge umfasse normalerweise mehrere Tausend Packungen. Pfizer hatte am Wochenende erklärt, der Rückruf betreffe "eine niedrige Anzahl" von Packungen. Glaeske kritisierte angesichts der Behördenwarnung vor ungewollten Schwangerschaften die Kommunikationspolitik des Herstellers.

"Gerade unter dem Aspekt der eingeschränkten Zuverlässigkeit der Verhütung sollte mit dem Rückruf eine öffentliche Warnung einhergehen", sagte der Wissenschaftler. Bis zum Montagnachmittag war aber zum Beispiel auf der Pfizer-Webseite keine Information zum "Trigoa"-Rückruf zu finden - weder über Modalitäten der Rückgabe betroffener Packungen noch zur weiteren Einnahme der Pille für betroffene Anwenderinnen.

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